— 67 — auszahlen und heimziehen. „Jedenfalls", sv schrieb er, „würde es auch vvu Nöleu seiu, daß sobald ich mit meinem Volk nach Triesen ziehe, die Feldkircher wie auch der Vogt zn Bludenz die Anordnung treffen, daß durch ihre Untertanen, besonders die nm die snlzische Herrschaft Blnmenegg herum ansässigen, die sulzischcn Untertanen fleißig verhütet werden, daß sie keine« Auflauf erregen uud ihrem Herren nicht zuHilfe kommen können. Die Leute zu Raukweil uud Sulz und in der Umgebung sollen Schloß und Stadt Feldkirch, wie auch sonst 
andere Pässe, Brücken nnd Orte, wo Nachteil und Schaden zu befürchten ist, bis das Werk voll- bracht ist, verwahren, auch mir, weuu ich ihrer bedürftig seiu sollte, aus erfolgte Ermahnung Beistand leisten 
und sich zn allem ge- brauchen lassen." Dem Erzherzog überließ er es, zu überlegen, ob nicht er selbst an die schweizerischen Landvögte zu Maienfeld, Kargans nnd Wcrdeuberg schreiben wolle, daß sie rnhig bleiben, weil daS Unternehmen sie nicht berühre. Es wurde aber uoch eiu anderes Mittel vorgeschlagen, den Grafen mürbe zu macken, uümlich die Besetzung seiner Herr- schaft Blnmeuegg, die zwischen den österreichischen Herrschaften Feldkirch nnd Sonncnberg lag nnd nirgends an die Schweiz grenzte. Dieses Gebiet solle der Erzherzog besetzen so lange, bis der Gras den arrestierten Wein werde zurückgegeben und bezüglich der österreichischen Untertanen am 
Eschnerberg sich werde verpflichtet haben, sie auf ewige Zeiten in Ruhe zn lassen. Wenn der Gras sehe, daß man Ernst mache, werde 
er sich zu eiuem gütlichen Ab- kommen, was das beste wäre, herbeilassen und dann würden auch andere unruhige Nachbarn, wie der Herr Georg von Königsegg, vor dem österreichischen Arm Respekt bekommen. Eine solche Be- setzung kvuttte durch die Feldkircher ohue Gefahr uud mit geringen Unkosten geschehen. Das wäre auch deshalb tuulicher, weil, weuu auch diesmal der Wein abgeholt würde, im nächsten Herbst der Graf den Wein abermals arrestieren könnte und man wieder in der gleichen Kalamität wäre. So hätte mau alle Jahre eiucu nenen Krieg, man müßte immer nnter Waffen stehen und hätte mehr Unkosten, als der Wein 
wert ist. — Sollte 
man sich den- noch zur gewaltsamen Abholung des Weiues entschließen, so müßte er, der Hanptmann, zur Besoldung und Verpflegung der 360 Mann
        

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