- 61 - Strafe halber zu vergleichen. Er behauptet auch, daß ich ihm dnrch deu 
geschossenen Hirsch bei den Maienfeldern Unnachbar- lichkeit angerichtet habe. Aber ich wie meine Väter habe immer ans der Maieufelder Gruud uud Bodeu gejagt, gehagt, gepürscht, geschossen nnd nach Hanse gesührt und ist von den Maienfeldern solches nie verboten, sondern nachbarlich gestattet worden. Anch vom Herrn Grafen uud seiueu Vorfahren ist das Nachhause- sühreu nie verwehrt worden- Daß ich des Hirsches wegen also Unuachbcirlichkcit mit den Maienfeldern hätte anrichten können, das wird sich nie erwahren. Nun zum Falle des Kaspar Wolsiuger- Als dieser Baner zum Lchenmann eingesetzt wurde, da hat ihu der Herr Gras zwar mit Unwillen aber doch auf seinem Lehenhof sitzen und wohnen lassen; aber jetzt geht er hiu, wie mir glaubwürdig berichtet wordeu ist, uud verbietet alleu seiueu Untertanen, daß niemand nichts mit ihm weder zn schicken, zu schaffen, zu mahlen, zu backen, Fener holeu, noch irgend eine Nachbarschaft weder mit Reden, Raten, auch seineu eigenen Brüdern und Schwestern solches in Verbot gelegt worden, wie wenn er ein offener, freier, verrufener Ächter wäre. Dessen sich der bemeldete Bauer Wolfinger als des Schlosses Lehenmann ganz höchlichst sich beklagt hat. Ferner ist es für das Schloß eiu Recht und altes Herkommen, das Vieh, das der Schloßvogt auf seineu Schlvßgütern, die er selbst nutzt, wintert, zur Sommerszeit iu die Balzuer Alp Gam- vfal zu treiben, daselbst mit deu anderen Alpgenossen zu weiden nnd zu wuuuen. Da habe ich Heuer 14 Kühe hiueiutreibeu wollen, die ich auch gewiutert hatte. Da gehen die Banern hin nnd treiben mir zwei wieder heraus. Ich weiß uicht, ob ihnen der Herr Graf solches befohlen hat oder nicht. Wiewohl ich die Banern darum gebeten, konnte ich bisher nichts erlangen; ich habe die zwei Kühe noch zn Hanse und die anderen 12 im Alprecht nnd ein eigenes Senntum in der Alp anrichten müssen, während ich andere Jahre mit den Nachbaren gemeinsam gesennet hab. Ich habe anch dem Grafen geschrieben in betreff der Türken- hilfe, daß ich von all meinem Vermögen an liegenden und fahren- den Gütern, wo immer ich sie liegen habe, bei der Ritterschaft des Viertels Hegän, Algän nnd Bodensee jährlich gebührende Türkenhilfe leiste.
        

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