— 57 — etlichen Malen Euch, als unsere geliebte Nachbaren, in derv ge- haltenen Versammlung um Abstellung derjenigen Personen, die uns in unsere forstliche Obrigkeit unbefugter Weise Eingriff getan, nachbarlich gebeten, wie wir denn auch gefunden, daß bishero eurem gemessenen Befehl gehorsame Folge geschen ist, — so haben wir ans erzählten Ursachen und damit Ihr sehet, daß wir gut- herzige Nachbarschaft zu erhalten gesinnt sind, mich soviel euere und unsere forstliche Obrigkeit belanget, unbefugte» Eintrag zu verhüten, — (haben wir) befohlen, gedachte unserer zwei Unter- tanen den anderen zn einem Exempel die Straf des Gefängnisses aufzuerlegen uud so lang sie darinnen liegen zn lassen, bis wir meinen, sie genng gestraft zn haben." Er ließ daranf den gutenbergischen Lehenmaun zu Vaduz in den Turm sperren. Das war also ein Delikt des Vogts von Gntenberg: er hatte ans Maienfelder Gebiet eineu Hirscheu erlegt und ihn bei Nacht nach Gutenberg schaffen lassen. Das war nnn dem Grafen nicht recht, weil er mit deu Büuduern die Abmachung getroffen hatte, gegenseitig die Jagdgrenze zu respektiere». Darum 
entschul- digt 
er sich in diesem Schreiben. In scharfer Weise scheint er dann auch nn den Ramschwag geschrieben zu haben. Dieser wandte sich in einem wehmütigen Schreiben (10. März) an die Regierung iu Innsbruck uud an deu Erzherzog selbst. Der Befehl zur Gefangennahme snlzischer Untertanen nützte ihm nichts; der Erzherzog solle sich selbst nnd mit mehr Kraft ins Zeug legen. Die Aufforderung der Regierung von Innsbruck schütze weder den Wolfinger noch ihn vor fernerer Gewalttätigkeit des Grafen. Darauf 
wandte sich Innsbruck an den Erzherzog: Kaspar v. R- habe sich gegen den Grafen v. Snlz wegen seinen, seit einiger Zeit versuchte» Neuerungen uud schädlichen Eingriffen in den Burg- frieden beklagt, uud einen Hofbefehl verlangt. Man habe nnn aber- mals an das Bvgtamt zu Feldkirch geschrieben nnd den Beamten nochmals strengstens befohlen, Diener und Untertanen des Grafen, wenn sie solche auf österreich. Boden ertappen, gefünglich einzu- ziehen nnd dem Wvlfinger nnd anderen Burglehenleuten guten Rücken und Schutz zu gewähren, damit sie an dem Anbau ihrer Felder nicht gehindert oder von ihrem Hof vertrieben werden
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.