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und Fläsch wegen Holz, Wald, Wunn und Weide auf nnd unterhalb der St. Lnzisteig am Fläscherberg gelegen.') 11. Guteuberg im 16. Jahrhundert. Am 1. Mai 
1505 schloß Kaiser Maximilian mit 
dem Frei- hcrrn Ludwig v. Brandis ein Schutz- und TrutzbüudniS ab, daS man „die LaudeSrettuug" nannte. Der Kaiser nahm deu Frei- herren nnd seine lieben Untertanen in seinen Herrschaften unter der Luziensteig in seinen Schutz und Schirm. Im Kriegsfall standen die Schlösser des Freiherru dem Kaiser nnd seinen Leuten offen und umgekehrt. Doch dursten Freiherr uud Untertanen sich mit niemand in Händel einlassen ohne Einwilligung des Königs. Wenn iu den Herrschaften des Freiherrn Aufruhr sich erhöbe, so sott er den österreichischen Vogt zu Feldkirch zu Rate ziehen. Für die Lsseuhaltung seiner Burgen erhielt er vom König jährlich , 200 Gulden. Im Jahre 1518 starb Ulri ch v. R a m s ch w a g. Er war ver- mählt mit Elisabeth v. Marmels. Seine Besitzungen iu der Schweiz hatte er i. I. 1511 an das Kloster St. Gallen um 1000 Gulden verkauft. DaS Bnrgleheu nnd die Vogtei gingen über auf seinen Enkel Balthasar, da der einzige Sohn Ulrichs, Johann Donat, der die Praxedis v. Mont zur Gemahlin gehabt hatte, vor dem Vater mit Tod abgegangen war. In den Regesten heißt es zum Jahre 1518: „Balthasar v. NamschwagS Revers um die Burgvogtci zu Guteuberg mit 200 fl Burghut aus dem Salzmcieramt zu Hall sein Leben lang wie sein Ähni Herr Ulrich v. R. solche Vogtei inne gehabt hat." — ° Balthasar, der in erster Ehe mit Katharina v. Da ch s - 'X berg, in zweiter mit Ursnla v. Schlandersberg vermählt war, und l9 Kinder hatte, scheint ruhige Zeiten gehabt zn haben. Er erscheint in den Jahren 1528—1548 als österreichischer Kom- missär zur Ordnung der religiösen Verhältnisse im Prüttigau. Im Jahre 1536 war er Zeuge und Mitsiegler, als Johann 1'. Marmels uud seine Gemahlin Anna v. Schcllenberg die Bnrg Aspermont samt Zubehör au die drei Büude verkauften. Im gleichen Jahre vermittelte er deu Frieden zwischen den Gemeinden Triesen >) Mlncm. A. Gütige Mitteilung des H, Ant. Mcwier.
        

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