— 48 — einen Hinterhalt; aber sie ordneten rasch ihre Reihen zum Gefecht, erschlugen 60 Mann und trieben ihre Feinde Balzers zu und über Balzers hinab bis au den Wald auf der Triesner Grenze. Die Nacht sei so dunkel gewesen, daß die Bündner in Balzers haben ein Haus auzündeu müssen, nm Freund und Feind unterscheiden zu können. Ulrich v. Ramschwag habe zwar von der Burg herab unaufhörlich auf die Bündner geschossen, aber wegen der herrschen- den Dunkelheit keinen Schaden angerichtet. Die Bündner sollen in Balzers ein gutes Nachtmahl angetroffen haben, das für die Österreicher bereitet worden war; dagegen kameu des andern Tags 6 Zecher ans Schams betrunken in die Hände der Österreicher und wurden getötet. Eine Abteilung der fliehenden Österreicher hatte den Weg über Jeradug nach Gutenberg genommen; sie begegneten einer Truppe, die ihnen von Guteuberg her zu Hilfe kommeu wollte; auch diese machten Kehrt und alle lagerten des Nachts im Gebüsch vor der Ringmauer der Feste. Als die Eidgenossen hörten, daß die Bündner schon diesen Abend die Steig angegriffen hätten, schickten sie ihnen 1000 Mann, meistens Uruer unter Heiri Wolleb zuHilfe über den Rhein. Diese trafen aber die Bündner nicht mehr in Balzers; sie waren schon auf die Steig zurückgekehrt. Sie übernachteten daher in Klein- mäls. Iu ihrer Nähe lagerte jene Schar Kaiserlicher, die von der Steig her dorthin geflohen war. 
Beide Parteien 
hielten sich so still, daß keine von der andern etwas merkte- Die Urner berichteten später an die Bündner, sie hätten in dieser Nacht zu Kleinmäls einige Kaiserliche 
erstochen, sich aber die ganze Nacht kampfbereit gehalten und seien fast erfroren. Auch wird berichtet, daß sie daselbst eiu Haus in Brand gesteckt haben, das zu Guten- berg gehörte. Das war am Moutag den 11. Febr. Am folgen- den Tage (Fastnachtdienstag) erfolgte das Treffen bei Triefen. Die Eidgenossen waren in aller Frühe von Azmoos aufge- brochen, um, uoch ehe die 
Kaiserlichen sich sammelten, den Rhein bei der Landenge oberhalb Triefen zu überschreiten. Die Kaiser- lichen waren aber auch da und suchten den Übergang zu ver- wehren. Als aber 600 Eidgenossen das rechte Ufer erreicht hatten und sich ein Gefecht entwickelte, konnte auch das Gros der Schweizer den Übergang bewerkstelligen. 
Sie 
sollen sich dabei an den
        

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