v. Königseck, Hans Hmnpiß und Freiherr Ludwig v. Brandis. Es galt uun vor allem, die Luziensteig in die Hand zu bekommen. Zu diesem Zwecke brachten sie von Feldkirch her drei Wagen mit Sturmleitern und etliche Kanonen. Ein Zug gerüsteter Lands- knechte mit Ludwig v. Brandis an der Spitze rückte am Fastnacht- sonntag den 16. Febrnar vor die Schanze der Steig, und bewäl- tigte nach kurzer Gegenwehr die schwache bündnerische Besatzung. Darauf wurde Maienfeld besetzt, das Ludwigs v. Braudis Bruder Sigmund gehörte. Auf die Luziensteig kam eine starke kaiserliche Besatzung und die Mannschaft auf Gutenberg wurde verstärkt. Als die Nachricht 
davon sich in Bünden verbreitet hatte, sammelte sich viel Volk bei Chnr. Die Bündner schickten Boten an die Eidgenossen zn Azmoos nnd an die Urner bei Werdenberg. Es wurde vereinbart, die Bündner sollen noch desselben Abends (Montag 11. Februar) auf die Steig ziehen, sich dort heimlich lagern und dann des andern Tages (Dienstag 12. Februar) die österreichische Besatzung auf der Steig angreifen; unterdessen würden die Eidgenossen den Rhein bei Kleinmäls überschreiten nnd den Angriff mitmachen. Die Bündner rückten also in aller Stille durch deu Wald von Malaus her gegeu Maienfeld uud auf die Paßhöhe der Steig. Indessen lagen die Österreicher nichts ahnend noch in Maienfeld. Im Schlosse daselbst waren anwesend: Freiherr Lud- wig v. Brandis, Hans v. Königseck, Hans Hnmpiß, Nik. v. Brandis mit den Freiherren Sigmund uud Thüring v. Brandis. Als diese vom Anzüge der Bündner hörten, bestiegen sie rasch die Pferde und ritten mit Frau Katharina, der Gemahlin des Freiherrn Sigmund v. Br., mit den wertvollsten Kleinodien aus Maienfeld über die Steig nach Feldkirch. 
Hätten 
sie sich eine halbe Stunde länger versäumt, so wären sie den Bündnern in die Hände gefallen. Dann wurde die Besatzung auf der Steig (200 Mann), welche im Vertrauen ans die Mannschaft zu Maieufeld auf eiueu solchen Überfall nicht gefaßt war und beim Abendimbiß saß, angegriffen, 8 Mann erschlagen, die übrigen vertrieben. Die einen der Flüch- tigen eilten auf Gutenberg, die andern auf Balzers zu. Bei St. Katharinenbruuneu, wo damals zwischen dem See und dem Fels ein Engpaß') war, stießen zwar die herabstürmenden Bündner auf )̂ ,,Als sie zuo den Brunnen in die Enge kommen sindt."
        

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