— 36 — berg, was Nutzung uud Recht er zu Gutenberg genossen hab."') Leider erfahren wir nichts über den Inhalt der betreffenden Ur- kunde; nur geht aus dem Ausdruck „genossen hab" hervor, daß. in diesem Jahre 1460 die Landenberg nicht mehr im Besitze der Burg 
waren. Der Lehenzins wurde, wie schon erwähnt, seit 1443 an die v. Sigbcrg entrichtet, welche die landenbergischen Erben waren und auf der Burg Aspermont bei Jenins saßen. 7. Gutenberg unter herzoglicher Verwaltung. Die Herzöge hatten also beide Hälften der Burg ausgelöst und behielten sie von nun an 
sür sich. Sie setzten 
Vögte darauf, die um einen Jahresgehalt den Besitz verwalteten und die Burg hüteten. Die Herzöge scheinen erst, als sie in den Besitz der vor- arlbergischen Herrschaften Feldkirch und Bludenz gekommen waren, die Wichtigkeit dieser Burg eingesehen zu haben, welche den Paß über die Luziensteig uud den Rhein hütet. Gutenberg und 
Feld- kirch waren nun die Hauptbollwerke für die österreichischen Be- sitzungen diesseits des Arlberges, besonders gegen die drei Bünde, aber deswegen leider auch große Plagen für die Bewohner der Grafschaft Vaduz, weil die Österreicher und ihre Feinde nnr durch ihr Gebiet zu jenen Festen gelangen konnten.') Am 30. März 1461 übergab der Erzherzog Sigmund von Tirol seinem Bruder Albrecht den Schutz aller seiner Städte und Schlösser diesseits des Walensees, darunter auch der Feste 
Guten- berg, „wegen den. Lauf und Anstöß, so diesen Landen vorher besonders von Seiten der Erbfeinde, der Eidgenossen, täglich wider- fahren" seien. Daher sei bessere Aufsicht nötigt) Aus einer Urkunde von 1461 erfahren wir, mit welchen 
Ver- teidigungsmitteln damals die Burg ausgerüstet war.^) Es befanden sich dort: eine Tarrasbüchse (Festungskanone), die Kugeln schoß vom Durchmesser eines damaligen runden Fensterscheibchens, ferner 6 Tartschen (große Schilde), zwei kleine Tartschen, 360 Pfund Pulver, ein Faß und eine Lagel mit Pfeilen, eine eherne Stein- büchse, 3 Tarrasbüchsen auf einem Karren, 3 eherne Hakenbüchsen, 1) Jnnsbr. Stcitth. A. Sch. A, l. 4 S. 595. 2) S. Kaiser, Gesch. 271. )̂ Bergmann, Urk. der vorarlb. Herrschaften VIII. 44. ') Jnnsbr. Statth. A. Schatz. A. Nr. 7592.
        

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