- 34 - pfändet. Die Grafen dienten nämlich den Herzogen im Kriege gegen Ludwig den Baiern. Aber schon i. I. 1351 (Sept. 26.) verzichtete Graf Rudolf v. Montfort-Feldkirch zu Gunsten des Herzogs Albrecht') auf alle Ansprüche an diese Feste und bestätigte den Empfang der Pfandsumme von 200 M. S. Ohne Zweifel hatten auch die Grafen v. Montfort-Bregenz die Pfandsumme von 600 M. S. erhalten Die Feste kam darauf gleicherweise als Pfand an die Edlen von Hohenlandenberg zu Greifensee, bei denen sie über 100 Jahre blieb. Die Landenberg waren eiu schwäbisches Adelsgeschlecht, das im Dienste der Habsburger besonders in der Schweiz eine bedeutende Rolle spieltet) ' Im Jahre 1368 (25. Febr.) gelobte Hugo v. Hoheulaudenberg wegen der Lösung der Feste Gutenberg in Churwalchen, die ihm von seinem Vetter Landenberg zu Greifensee als Erbe angefallen und Pfand der Herzoge von Österreich sei, diesem gehorsam zu sein und sie wieder zurück zu geben, wenn sie ihn auf eine Stadt im Aargan oder Thurgau anweisen werdend) Zugleich mit der Gutenberg verpfändete der Herzog Albrecht dem Hugo v. Hohen- landenberg auch 30 Pfund Zürcher Pfennige Zinse von den nächsten Tagwan und Höfen, die an den See stoßen bei Wallenstadt.^) Der Pfandschilling war nun 300 Mark Silbers. Den Herzogen ward Lösungsrecht und Öffnung der Burg vorbehalten, d. h. sie konnten sie vom Pfande lösen und zu Kriegszeiten einer befreun- deten Macht zur Benützung überlassen, oder auch selbst benützen noch bevor die Wiedereinlösung erfolgte. Im Jahre 1442 wurde die Hälfte der Pfandsumme durch Kaiser Friedrich an die v. Landenberg abbezahlt und die halbe Feste Gutenberg den Brüdern v. Rümlang verliehen.^) Dem- nach war die Feste in zwei Hälften geteilt. Sie war ja das Herrenhaus für zwei herrschaftliche Höfe, von denen der eine in Balzers, der andere in Mäls war. Jenen hatte, wie wir gesehen !) Stalth. A. Innsbruck. Sch. A. Reg. IV. 59S. II. 189. )̂ Hermann v. L. war Marschalk dcs Herzogs Albrecht, des späteren Königs. Ein anderer Hermann v. L. war 1330 habsburgischcr Vogt im Aargau. Dieser dürste jener Vetter Hugos gewesen sein, von dem hier die Rede ist. ») Lichnowsky 4 Reg. 844. >-) Schatz A. Innsbruck, Reg. II S6. 5) Lichnowskl, B. VI. Reg. 401.
        

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