- 31 - Tatsache ist, daß nun die Feinde der Frauen berger und der Guteuberger, die Herzöge von Österreich und deren alte Freunde und Helfer, die Grafen von Werdenberg, in den Besitz der frauenbergischen Güter kamen. Die Gebrüder Hugo und Albrecht von Werdenberg verpfändeten am 21. Juli 1325 das Königsgut zu Trins um 24 Schillinge an Rudolf v. Schleuis. Sollten zwischen den Grafen und denen von Vaz eine Teilung jenes Gutes erfolgen, dann könne Rudolf v. Schleuis als Unterpfand aus den Gütern zn Wildenberg oder zu Frauen- berg oberhalb dem 
Flimswald selbst ein 
Gut auswählen im Werte von 24 Schilling?) Also besaßen die Grafen von Werdenberg die Güter zu Frauenberg bei Ruschein wirklich. Gutenberg blieb nun bei Österreich bis zum Jahre 1824. 4. Die Schicksale der früheren Besitzer. Die früheren Besitzer aber, die v. Frauenberg und v. Guten- berg sanken in den Bauernstand herab. Wir finden die Ersteren später in der Grafschaft Werdenberg unter dem Namen From- berger, die Letzteren aber in der Grafschaft Vaduz und zwar am Triesenberg und auch als Bürger zu Maienfeld, ferner zu Gräplang, Weinstein und Rosenberg. Die v. Gutenberg 
scheinen sich nach dem Verluste ihrer Burg zuerst auf Rofis, oberhalb Maienfeld, angesiedelt zu haben- Im Maienfelder Urbar von 1524 
findet sich nämlich folgendes Regest: „Heinrich v. Sigberg^) der elter gibt dem frommen Knecht Wil- helm von Stürfis, Meilis sun, und allen sinen Erben den Hof gelegen zu Rofis, da Heinz v. Gutenberg vormals uff gesessen war, in dem Jar, da man zalt von Christi geburt 1408, Donstg vor St. Martinstag/) Der Hof zu Rofis gehörte also denen v- Sig- berg; diese aber waren die Erben der v. Aspermont, der Feinde der Habsburger. Eberhart v. Aspermont fiel im Treffen bei Guten- berg 1288 gegen die Anhänger der Habsburger. Also fanden die v. Gutenberg Aufnahme bei ihren Freunden v. Aspermont. Wieder ein Moment, der für die Richtigkeit der Mitteilung Kaisers spricht. ') Mohr l. c. II. S. 275. Wildenberg lag bei Fellers. -) Die Sigberg saßen auf der Burg Aspermont bei Jcnins. 2) Gütige Mitteilung des Herrn A. Mooser in Maienfeld. W. v. Stürfis war ein Walliser und Rofis eine Walliserkolonie. Ob nicht die Varn- büler (Gutenberg) und Wirt v. Grafenberg Walliser waren?
        

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