— 29 — keine erwachsenen hinterlassen. Es 
entspann sich jetzt Zwischen den beiden Parteien ein Krieg, der bis zum Jahre 1314 dauerte. Nach Kaisers Angabe wurde die Burg Gutenberg durch Ulrich v. Gutenberg für die frauenbergischen Erben oder die Grafen von Werdenberg mutig verteidigt, aber schon i. I. 1309 durch den Habsburgischen Anführer Ulrich v. Ramschwag erobert. Unter dem Adel dieser Gegeud, der die Werdenberger unterstützte, waren auch die zu Triesen ansässigen Ritter v. Richenstein. Der Krieg wurde auch nach dem Falle der Burg noch sortgesetzt. Erst i. I. 1314 kam es zu einer Vereinbarung, gemäß welcher das frauenbergische Erbe unter den beiden Parteien so geteilt wurde, daß die Werden- berger die Güter in Graubünden, die Habsburger aber Gutenberg erhielten. Der schweizerische Geschichtschreiber G. Tschudi hat uns die betreffende Urkunde überliefert?) Sie lautet: „Wir Hug, Heinrich nnd Albrecht, die Brüder und Grafen v. Werdenberg/) versehen uud tund kund allen dien, die disen brief lesent oder hörent lesen, die nu lebent oder hienach künfftig sind: Wann die Hochgebornen Fürsten, unsre Gnädige Herren Hertzog Fridrich und Hcrtzog Lüpolt von Österlich, von Styr — von dem Krieg, den- sie hettend gegen uns umb das Gut, das wir gekoufft habent von den Kinden v. Frowenberg, dem Gott genade, uud das wir jetzo in Nntz und in Gewer habent, getretten sind und davon gelassen habent gentzlichen; davon habent wir unß verzigen und verzigend uns mit disem Brief aller Ansprach, die wir haben oder haben möchtind an dem Huß Gutenberg und an dem Gut, das sie ge- koufft habend von den vorgenannten Kinden v. Frowenberg und daß si jetzund inne habend; und habend Inen auch gelopt und uns verbunden mit unsern Eyden, die wir darum zn den Heiligen gesworen habend, Inen ze helffen und mit unsern Vestinen ze warten innert Landes von der Wienachten, die schierist kommt, über 5 gantze Jar on Unterlaß wider allermennigklich one wider unser Fründ, zu denen wir gesworen Hand. Wollend aber die- selben unsere Fründ mutwillig und one Recht wider die vorge- nanten unser Herreu sin, so füllend wir den vorgenannten unsere -Herren behulffen sin wider Si. Bescheche aber das, daß die vor- -) LKi-oi,, »slv. I. 266. ''1 Hugo III. zu Werdenberg, Albrecht der Alte zu Hciligenberg und Heinrich der Domherr zu Chur nnd Konstanz.
        

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