— 28 — mal genannt. Er dürfte bald nach 1305 gestorben sein und zwar ohne Söhne zu hiuterlassen. Am 1. Mai 1308 ging die Schreckenskunde durch die deutscheu Gaue, König Albrecht sei dem Mordstahle der Verschworenen zum Opfer gefallen. Kaiser berichtet nun mit aller Sicherheit, daß Ulrich v. Guten- berg und Thüriug v. Braudis sich an der Verschwörung gegen König Albrecht beteiligt haben. Obwohl er die Quelle für diese Angabe nicht nennt, ist doch nicht anzunehmen, daß der so vor- sichtige Antor auf bloße Vermutung hin dieselbe gemacht habe und zwar in dieser so ganz bestimmten Form. Ebensowenig wird er die positive Angabe, daß gerade ein Ulrich v. Ramschwag und zwar im Jahre 1309 die Feste belagert und eingenommen habe, erfunden haben. Seine ganze Darstellung läßt eine sichere Quelle erkennen. Kaiser schreibt (S. 125) auch, die Werdenberger hätten Gutenberg von den Kiudern und Enkeln eines Herrn v. Frauen- berg gekauft, während die Urknnde von 1314 nur von Kindern spricht. Auch das läßt vermuten, daß er eine Quelle benutzt hat, die wir nicht kennen. Kaiser Heinrich VII., der Nachfolger des ermordeten Königs, gestattete den Söhnen desselben, den österreichischen Herzogen Friedrich und Leupolt, alle ihre Lehen von den Teilnehmern an der Verschwörung gegen ihren Vater einzuziehen. Wenn nun Ul- rich v. Gutenberg zn jenen Teilnehmern gehörte, durften die Herzoge auch die von diesem Ritter innegehabten Francnbergischen Besitz- ungen ansprechen, welche König Rudolf als in der Grafschaf Laax gelegen seinen Söhnen gegeben hatte, die aber noch im Besitze jener Edlen geblieben waren. Nun benutzten nach dem Tode des letzten Frauenbergers die Grafen von Werdeuberg diese Umstände, um die frauenbergischen Besitzungen für sich zu erwerben. In der Hoffnung, die ihnen befreundeten Habsburger, deren getreue Helfer sie von jeher ge- wesen waren, würden ihnen diesen Besitz nicht streitig machen, kauften sie denselben den frauenbergischen Kindern ab- Aber sie hatten die Rechnung ohne die Herzöge gemacht. Diese forderten die frauenbergischen Güter als Reichslehen heraus gegen Erlegung einer Geldsumme an dieselben frauenbergischeu Erben- Wahrscheinlich hatte, wie bereits erwähnt, H. v. Frauenberg keine Söhne, wenigstens
        

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