— 22 — Nicht unwahrscheinlich ist es aber, daß von jenen Gütern einige dnrch die Könige vertauscht oder verschenkt worden sind. So hat z- B. König Otto der Große (936—973) an Bistümer und Klöster reiche Schenkungen aus Reichsgütern gemacht. Auch die Herzöge von Schwaben waren in Vergabungen an kirchliche Anstalten aus religiösen und politischen Gründen sehr freigebig. So finden wir um 1200 das Kloster Churwaldcn im Besitze von Gütern in Balzers. Papst Jnuoeenz III. bestätigte nämlich i. 1.1208 dem genannten Kloster In 
villa. LalMls eurtem unÄin et vinsg-m d. h. einen Hof und einen Weinberg im Dorf Balzers und einen Hof in Lilv^ pikmg, zwischen Balzers und Triefen/) Papst Ho- norius III, aber bestätigte demselben Kloster i. I. 1222 den Besitz eines Hofes zu Balzers mit einer Kapelle und anderer Zubehör, ferner eines Gutes in Lilvg. pla-nct, mit den Zehntens) Statt des Hofes ans Lilvg, ^iMg. ist hier nur mehr von einem Gute daselbst die Rede; dagegen stand i. I. 1222 bei dem Hofe des Klosters in Balzers eine Kapelle mit einem Kaplan, der den Zehnten vom Hofe / bezog. Also war eine der beiden königlichen Kirchen an das Kloster Churwalden gekommen. Im 13. Jahr- hundert war dieser Hof in den Händen zweier Brüder Balvus. Deun unter dem 9. Oktober 1278 verkauften Rudolf genannt Balvus und Albert, der Sohn seines Bruders Heinrich, mit Einwilligung des Probstes Berthold von Churwalden und des Konvents einem Ulrich genannt Freitag die Hälfte des Hofes in IZs-l^ol, der dem genannten Kloster gehörte, mit allen seinen Rechten um 16 Mark Silber und 16 Sch. Pf. Mailänd. Vom Verkaufe ausgenommen wurden 2 Sch. Pf., welche zu entrichten waren alljährlich an das Kloster von einer Wiese, genannt Lsllas. von einem Acker über Rufina und von den Hofstätten bei der Kapelle in 
?küa.?0l gelegen mit den Gebäulichkeiteu. Uuter deu Zeugen erscheint ein C. von Veld- kilche, ein B. genannt Glarner u. A.^) 2. Die ersten Inhaber der Burg Gutcnberg. Die Herzöge und Könige aus dem Geschlechte der Hohen- staufen, die von 1039 an regierten, teilten an Adelige eine Menge Reichsgüter aus, um fie an sich zu ketten; auch verpflanzten sie viele schwäbische Adelsfamilien nach Hohenrätien, um die Alpen- Mohr, l. c. I. S, 242. Mohr, l. c. I. S. 274. -) Mohr, l, c. II. S. ?.
        

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