- 109 — Dachler zeigt uns nun an Hand reichen Beweismateriales, daß der kleine Kegel- oder Pyramidenstutz, der für alle Hausberge so charakteristisch ist, wenn er auch in seiner Gestalt unendlich variiert, und bald mit, bald ohne Vorwerke, Wälle und Gräben erscheint, nichts 
anderes ist als der Unterbau des aus Holz gebauten Berch- frieds der Burgaulage. Auf diesen zog 
man sich nur zurück, wenn tm äußere Teil der Festung, der heute zumeist spurlos verschwunden oder wenigstens bei uns nirgends beachtet 
worden ist, vom Feinde genommen war. Die äußere Festung bestand nämlich in einem starken Palissadenwerke, das sich um die Hochburg zog und einen geräumigen Hof bildete, in 
den sich wohl die ganze Bewohnerschaft des zugehörigen Dorfes flüchten konnte. Als typisches Beispiel hat Viollst-Is-Vue die Burg 
1^ ?u3 und Vioilet-is-Duo versichert, oft genaue geschichtliche Unterlage. Zu allem Überfluß haben wir auch ein textiles Kunstwerk aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, den Teppich von ök^sux, auf dem der Zug Wilhelm des Eroberers nach Eng- land (1066) in Stickerei 
dargestellt ist. (S f. S.) Auf ihm erscheinen auch Bilder von Burgen, in denen wir unsere Hausberge wieder erkennen/) Sie sind deswegen besonders wichtig, weil sie uns den >) Oiotionnaire r^isonns äs lÄroKitsoturo fiÄncMss 6u XI. XVI. sisow III. 8. 64. 2) ^.liöoöäsirs ou 
roudimorit cl'itrLnüoloxis II. (1853) 8. 3W. Vgl. dazu M. Heyne, Fünf Bücher deutscher Hausaltcrtümer I. (1899) S. 139. 4) ^. 6s es,umont, I. o. S. 327, 328. 3) Übrigens wäre auf diesem Gebiete bei uns noch etwas zu machen, und es dürfte wahrscheinlich nicht allzuschwer gelingen, gewisse Überlieferungen
        

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