— 46 — ems-Bregenz, dann mit Dampfboot über Ludwigshafen und Stock- ach nach Sigmaringen, wo es am 16. Mai eintraf und einquartiert wurde. Am folgenden Tage war Paradeausrückung und Inspi- zierung durch den Bataillonskommandanten Oberstleutnant von Niedermayer, zugleich wurden die mittlerweile beförderten Leute- nants Rheinberger und Menzinger und der Kadettfeldwebel Walser in das Kontingent einrangiert. Hauptmann Echter behielt das Kommando, während Oberleutnant Baron Falkenhausen dessen 4. Kompagnie des Sigmaringenschen Kontingents weiterführte. Nachdem Alles für den Abmarsch - vorläufig nach Hechingen, wo sich die 1. Kompagnie (das Hechingensche Kontingent) an das Bataillon anzuschließen hatte, — fertig war, marschierten die 3 Kompagnien Sigmaringer und der Liechtensteiner Schützenzug am 18. Mai nach Ebingen und am 19. nach Hechingen, defilierten beim Einmarsch vor dem Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und wurde das Offizierskorps zur Hoftafel geladen, i Am 21. Mai traf die erwartete Ordre für die Weiterver- wendung des Bataillons ein. In Folge des im Großherzogtum Baden ausgebrochenen Aufstandes wurde der frühere Bundes- beschluß dahin abgeändert, daß das Bataillon nicht nach Holstein abzurücken, sondern zum Korps des Generals von Müller zu stoßen habe, welches die Grenzen von Baden beobachten und ein Über- greifen revolutionärer Banden zn verhindern hatte. Am 22. Mai marschierte das Bataillon nach Empfingen, blieb da bis einschließlich 24. und rückte am 25. Mai nach Glatt. Hier wurde am 26. zum erstenmal mit den abgeänderten Stutzen nach der Scheibe geschossen. Das Resultat war kläglich. Die besten Schützen trafen die Scheibe nicht mehr, was gegen- über früheren Übungen ganz unbegreiflich schien. Das System mit dem Dorn im Laderaum, welcher das Ein- greifen des Spitzgeschosscs iu die Züge bei kräftigem Ansetzen und das Lockererhalten des Pnlvers bewirken sollte, war nicht genügend erprobt nnd die Abänderung überhastet worden. Am 27. Mai 
begab sich eine Deputation zum Bataillons- kommandanten um Abhilfe eventuell andere Waffen zu erbitten. Es wurde ihnen eine gründliche Untersuchung zugesichert und auch in deren Folge verschiedene Abänderungen vorgenommen, jedoch ohne Erfolg, 
wie sich bei späteren Schießübungen herausstellte.
        

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