— 36 - nannt, — waren alle vom 20. bis 60. Jahre Soldaten und standen mit ihren Weibern und Kindern unter Militärjurisdiktion. In dieser Anstellung als Oberlieutnant-Auditor blieb er bis zum Jahre 1833. Durch seinen Onkel Philipp Stnbenrauch aufmerksam gemacht, ob er nicht auf die Landvogtstelle in Vaduz kompetiereu wolle, kam er ein und wurde angestellt. Er hatte sich 1831 verheiratet und 1832 einen Sohn Moritz') erhalten, welcher im Dezember 1848 in das Liechtensteinsche Kon- tingent eintrat und mit diesem den Feldzug in Baden, Mai bis September 1849, mitmachte. Am 16. Juli 1833 brach mein Vater mit eigenem Fuhrwerk von Karansebes auf, erkrankte aber schwer und mußte in Temes- var mehrere Wochen bleiben, bis er, rekonvalesziert und reisefähig die sehr langwierige und beschwerliche Reise fortsetzen konnte. Erst am 5. September traf er in Vaduz ein. Die Landvogtsstelle war damals keine begehrenswerte, die Besoldung bestand in 1000 Gulden R. W. und in größeren Depu- tate!? an Wem, Holz und mehreren Grundstücken, die man ge- zwungen war, selbst zu bewirtschaften. Die fürstl. Herrschaftsbeamten sahen das weit entlegene Land als eine Art Exil an und trachteten auch bald möglichst wieder in die heimatlichen Gefilde nach Böhmen oder Mähren zurück- zukommen. Meiu Vater war als geborener Liechtensteiner aus Anhäng- lichkeit an den Ort, wo er seine Kinderjahre verlebt hatte, nach Vaduz gekommen in der Hoffnung einen erfreulichen Wirkungs- kreis zu finden. Damals gab es nur 4 Beamte in Vaduz; der Landvogt als Haupt der Regierung war Richter und Verwaltungschef zugleich, ihm beigegeben ein Amtschreiber, ein Rentmeister und ein Grund- buchführer. Der Reutmeister war ein Mährer Namens Schmid, des- gleichen der Amtschreiber Namens Miliczek, Grnndbuchführer war Peter Rheinberger, ein geborener Liechtensteiners der, nachdem Schmid wieder auf eine fürstl Herrschaft in Mühren zurückversetzt 5) Den Verfasser gegenwärtiger Notizen.
        

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