— 103 — 2. Wer sich aus einer Genossenschaft wegbegibt und seine Güter verkauft, ist schuldig, der Genossenschaft von 30 Pfd. Pfg. 1 Pfd. und von 15 Pfd. Pfg. 10 Sch. Pfg zu bezahlen (also den 30. Teil.) Z. Wer über die 4 Schneeschleipfen (Bodensee, Arlaberg, Wallen- see und Langwart) fortzieht, soll den Leibschilling zahlen. 4. Wer in eine Genossame der Herrschaft Vadnz zieht, ist schuldig der Genossame 4 Gulden und dem Landesherrn ebensoviel zu entrichten. Auch müssen die Genossame und der Landesherr vorerst um Erlaubnis gefragt werden und steht es diesen frei, den Fragenden aufzunehmen oder abzuweiseu. ö. Jene, welche in eine Genossame ziehen, seien es sreie Leute, Wallifer :c., müssen einen Eid schwören, wie ein Eigenmann (Untertan) Steuern, Tagwan, Fasnachthennen, Schnitzen, Bräuchen, Fällen, Gelässen, Bettmist?c. zu leisten. Ziehen solche wieder weg, so sind sie ihres Eides entbnnden uud aller Pflicht ledig. 6. Wer Allmain, Wald nnd Feld, Wunn und Waid zu gefar- lich überschlüg (zu arg ausnützte) und einer Genossame da- durch beschwerlich fiele, kann von dieser nach Vermögen be- steuert werden. 7. Iu anderen Dingen gelten die bisherigen hergebrachten Übungen- Alles das soll den Rechten des Landesherrn keinen Eintrag tun. Der Graf behält sich und seinen Nachkommen das Recht vor, diese Bestimmungen nach Bedarf abzuändern oder ganz auf- zuheben. Der Graf siegelte. Pergament. Das Siegel weg. Die Urkunde an einigen Stellen defekt. 1313. Menntag vor unnser lieben frowen der Enngelschen Ver- künndnng tag Im Mertzen. Ulrich, Fryherr von Sax Zu der Hochensax, Herr zu Bürglen und Forstegg, und Agnes, sie eeliche Husfrow, Geborne greffin zu Lupfeu — Urkunden: Zu lob unnd eer der Hailigen unzertailten Trinität, der Wirdigsten Hochgelovten Hymelschen kuuigin, gottes- gebererin unnd Junckfrowen Marie, Allen Himmelschen Burgern, Jnsonderhait der lieben Hailigen Sannt Ulrichs Wichtiger uud Bischoff, Sannt Jörgen ritter und marters und Sannt Cristoffels marters, Auch zu Trost und Hilsf unns, allen unsern vorfaren und nachkommen und aller glöbigen seelen — Betrachtende die kurtzen Zitt des gewannen Hinganngs, das och dem mentschen nach siner Hiufart nichts so fruchtbar ist, als sine gutten werch, Unnd aber under allen Guttthaten nichts loblichers, denn mentschen uützers, oder genämers dem almächtigen gott beschechen möcht, denn so ewig messen dadurch das Hochwirdig luden christi Jesu iu uff- opfrung sius hailigen fronlichnams täglich begangen, gestifft werden-
        

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