— 77 — Besonders wohltätig erwies sich die im Jahre 1898 einge- führte Anmlitütenabteiluiig für Hypothekardarlehen an Private. Der niedrigere Zinssatz von 4'/»°/« (bei gewöhnlichen Hypothekar- darlehen 4^2°/°) und die wachsende Einsicht der Bevölkerung, ans diesem Wege allmählich die Schuld tilgen zu können, hatten eine werbende Kraft. Im Jahre 1900 betrugen die Hypothekar- darlehen zu 4 >/2 °/o 1,226,669 Kronen, die Hypothekardarlehen zu 4'/»"/» (Annuitäten) 144,019 Kr.; Ende 1911 zeigt sich schon folgende erfreuliche Verschiebung: Hypothekardarlehen zu 4'/z°/o 1.948,801. Hypothekardarlehen zu 4'/^°/« (Anuuitüten) 1.172,300 Kronen. Die zu 4°/o an die Gemeinden und Korporationen hin- ausgegebenen Annuitäts-Darlehen betragen Ende 1911 440,922 Kronen. Da der niederste Tilguugssatz nur V»°/o, die Annuität also 4'/t-^2/45°/° beträgt, ist dieser bequeme Tilgungsweg Jeder- mann zugänglich, so daß die Summe der Aunuitüts-Darlehen die Snmme der anderen Hypothekardarlehen in Bälde überragen wird. Ein bedeutsamer Fortschritt, der nur begrüßt werden kann. Die Summe sämtlicher Einlagen von Privaten, Gemeinden, Korpora- tionen betrug im Jahre 1900 3.333,058 Kronen, Ende 1911 6,335,112 Kronen. Die große Steigerung der Einlagen rührt zum Teil daher, daß die öffentlichen Fonde ihr Vermögen zumeist in die Sparkasse einlegten. Der landschüftlich e Armenfond'), welcher im Jahre 1862 ans 34.958'Kronen bestand, belief sich im Jahre 1900 -auf 202,316 Kronen und erreichte Ende 1911 die ansehnliche Höhe von 286,178 Kronen. — Der jährlich den Gemeinden für Armenzwecke zufließeude Zinsenanteil beträgt über 8000 Kronen. Der landsch östliche Schulfoud') dessen Interessen künftig für die Ruhegenüsse der Lehrpersonen bestimmt sind, be- trug Ende 1862 54,280 Kr., 1900 108,448 Kr. und Ende 1911 178,534 Kronen. 1) Durch das Gesetz vom 29. Sept. 1900 L. G. B. Nr. 5 wurden dic 
jiihr- -lichen Ucberweisungcn an dcn l. Armensond erhöht. Bergt. Jahrb. IV. S. 8<>. 2) Dcr landsch. Schulfond erhält lant Gesetz vom Jahre 1900 L. G. B. 'Nr. 3 seine Zuflüsse aus den jährlichen Pensionsbeiträgen der Lehrpersonen, ans den Zinsen, soweit diese nicht für Pensionen benötigt werden und ans «ndcrcn allsälligen Zuwendungen. Vom Jahre 1901 bis 1911 konnten die .Interessen ausschlicßlich zur Vermehrung des Foudcs verwendet werden.
        

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