— «i8 — Gebühreneinnahmen aus dem Betriebe d.ieucu zur Deckung der Betriebskosten. Der allfällige Ueberschuß wird zwischen dcr k. k. 
Post-- Verwaltung und der liechtensteinischen Regierung halbscheidlich geteilt, wobei znr Vereinfachung jährliche Pauschalzahluugen vereinbart werden können. Der Betrag dieser Pauschalzahlung wird bis zu einer neuen Festsetzung mit jährlich 10,0()() K. bestimmt. Außer- dem vergütet das k. k. Handelsministerium dcr liechten. Regierung den Erlös, der durch die Markenverschleißstelle in Wien an aus- wärtige Besteller verkauften liechtenstein. Frankomarken nach Ab- zug von deren Erstellungskosten. Bei Ernennung vou Postauge- stellteu, sei es im Fürstentum, sei es in Vorarlberg, ist auf Angehörige des Fürstentums, welche die erforderlichen Eigenschaften besitzen und von der fürstl. Regierung empfohlen werden, nach Tunlichkeit Rücksicht zu nehmen. Ueber die bisherige Entwicklung des Postwesens in unserem Lande euthült der vom Präsidenten erstattete Kommissionsbericht, der darin auch die von der sstl. Regierung gesammelten einschlägigen Urkunden uud Aktenauszüge verwertet, folgende geschichtliche Notizen: „Das Postwcscn wird in nnsercm Lande seit nahezu IM Jahren nach Maßgabe von Fall zu Fall vereinbarter Abkommen von den österreichischen Postbchördcn verwaltet. Im Jahre 1817 wurde im Fürstentum die erste österreichische „Bricf- sammlttng" in Balzcrs errichtet nnd zwar mit Genehmigung des Landes- sürsten und der ausdrücklichen Erklärung der geheimen Hos- uud Staats- kanzlei, daß durch diese Errichtung irgend einem Sonveränitätsrechte des Fürsten nicht präjudiziert werden solle. Mit Ende August 1819 wurde „die k. k. Bricfsammlung" in Balzers aufgelassen, mit 1. Jänner 1827 aber wieder eingeführt nnd dem Josef Ferdinand Wolfinger die bezüglichen Funktionen, welche er schon dienstcidlich bei dcr ersten Errichtung übernommen hatte, übertragen. Er erhielt den Titel k. k. Bricssammler nnd Postbcsörderer". Im Jahre 1839 wurde er zum k. k. Postmeister iu Balzcrs. ernannt, wobei fürstlicherseits Anlaß zu einer die landesherrlichen Rechte des Fürsten verwahrenden Erklärung genommen wnrdc. Die k. k. Hosvostverwaltnng in Wien gab die Ver- sicherung ab, daß durch dic Eruennnng des Genannten nicht im Entfern- testen eine Beeinträchtigung oder ein Eingriff in die Sonvcräni- tätsrechtc Seiner Durchlaucht beziclt wordcu sci. Jni Jahre 1842 ersolgte die Provisorische Geuehmiguug dcs Landcs- fürstcn zur Aufstellung eines „k. k. Bricssammlccs" in Vaduz. Dic Aktivierung einer selbständigen k. k. Postbriessammlung in Vaduz wurde mit 1. März 1845 vollzogen mit einer ähnlichen Erklärung dcr Postvcrwaltnng betreffend die Wahrung der Hoheitsrechte des Landcsfürstcn.
        

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