- 53 — der Versicherung gegen Brandschaden zu unterliegen haben, und ferner im Verordnungswege dafür zu sorgen, daß eine wirksame Kontrolle in Bezug auf die gesetzliche Erfüllung der Versicheruugs- pflicht und in Bezug auf die annähernd richtige Höhe der Ver- sicherungssumme durchgeführt werde. Die uun im Jahre 1ö08 von der Regierung eingebrachte Gesetzesvorlage betreffend die obligatorische Versicherung aller Gebäude gegen Brandschaden kam den geäußerten Wünschen des Landtages entgegen und gelangte zur Annahme.') Es wird in diesem Gesetze die im Gesetz vom 21. Oktober 1865 normierte Pflicht zur ange- messenen Versicherung der Wohngebäude gegen Brandschaden nun auch auf alle andern zu landwirtschaftlichen oder sonstigen Zwecken dienende Gebäude ausgedehnt und gegen Uebertretung der Ver- sicherungsvorschriften eine Bestrafung von 10—100 K. festgesetzt. Bezüglich der gesetzlichen Erfüllung der Versicheruugsvflicht und der Höhe der Versicherungssumme wurden von der Regierung im Berorduungswege die nötigen Verfügungen in Aussicht genommen. Ein Gesuch der Gemeinde Triesenberg um Verle- gung der Straße von Gnalp gegen den Knlm wurde vom Landtage abschlägig beschiedeu, weil der Nutzen dieser teilweisen Straßenregulierung in keiner Weise dem auf zirka 30,000 Kronen veranschlagten Kostenaufwande entspreche. Hingegen empfiehlt der Landtag die Regulierung der Straße vom „roten Haus" in Vaduz gegen das Schloß, um wenigstens das dortige doppelte Gefall auszugleichen nnd wünscht ein diesbezügliches Projekt und Kosten- voranschlag. Auf eine vom Abgeordneten Kind gemachte Anreguug, die von Bendern zur Gampriuer Mühle führende Straße auf die rechte Seite des Kanales zu verlegen, beschloß der Landtag, die Regierung zu ersuchen, dieser Frage näher zu treten und ein Projekt ̂) ausarbeiten zn lassen. Dabei wurde angenommen, daß die Gemeinde Gamprin, in deren Interesse die Verlegung der Straße hauptsächlich liege, sich durch einen ent- sprechenden Kostenbeitrag beteiligen werde. Letzteres unterblieb L. G. B. Nr. 3. 1909. Gesetz vom 21. Januar 1909. -) Das im folgenden Jahre ausgearbeitete Projekt mies einen Kosten- Voranschlag von 23,000 K. aus, wobei jedoch die Kosten für dic Bodenaus- lösuug nicht mitbercchnet waren.
        

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