— 50 — gepflegt wurden, war volläufig eiu positives Resultat uicht zu er- warten, umsoweniger als auch der Bundesrat im November 1907 seinen früheren Antrag vom 16. April 1907 ans Grund eines von der Generaldirektion der Bundesbahnen am 17. September 1907 erstatteten Gutachtens zurücknahm. Das ist iu Kürze die Entwicklung der Eisenbahnfrage, die einen merkwürdigen Verlauf nahm. Besonders eigentümlich muß die plötzliche Zurücknahme der vom Bundesrate im April 1907 erlasseuen Botschaft berühren. — In Verkehrsfragen hat unser Land in den letzten 40 Jahren entschieden Mißgeschick, denn die in den Jahren 1870/71 erstellte Zweigbahn Feldkirch-Buchs') be- rührt bedauerlicher Weise nur 2 liechtensteinische Ortschaften, die Bemühungen, anläßlich des Baues der Arlbergbahn (1882) einen Anschluß von Schaan über Balzers an den natürlichen Knoten- punkt Sargans") zu finden, verliefen resultatlos, uud die neuesten Bestrebungen, den alten früher durch Jahrhunderte bestandeuen Verkehr mit Graubünden wieder herzustellen, ergaben, wie wir oben gezeigt haben, vorläufig auch keiu positives Resultat. — Hoffentlich finden wir in baldiger Znkunft ein besseres Entgegen- kommen, und damit endlich die Erfüllung unserer bescheidenen Verkehrswünsche. Ordentlicher Landtag vom v. Okt. bis 21. Dezvr. 1908. In das Landtagsbureau wurdeu gewählt: als Präsident Dr. Albert Schädler, als Vizepräsident Friedrich Walser, uud als Sekretäre Josef Marxer und Jakob Wauger. Zu Mitgliedern der vorberatenden Kommission wühlte der Landtag den Präsidenten uud die Abgeordneten Walser. Schlegel, Kaiser und Kind. Für den am 21. Dezember 1907 verstorbenen Abgeordneten Ingenieur Karl Schädler ^) trat iu diesem Jahre als Ersatzmann Jakob Wanger in den Landtag ein. ') Vergleiche Jahrbuch I S. 161 ff. )̂ Vergleiche Jahrbuch III S. 54 ff. 2) Ingenieur Karl Schädler wurde am 26. Januar 1850 als Sohu des Landcsphysikns vr. Karl Schädler in Vaduz geboren. Nach 
voll- endeten Realjchnlstndien in Frciburg i. B. und in Schwyz erwarb er sich seine berufliche Ansbildnng au den technische» Hochschulen i» Zürich und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.