— 22 — von mehrerer Seite der Wunsch geäußert, einen andern gongbaren Weg zu suchen, aus dem das gleiche Ziel, Brückenbaufonde für die Sicherheit der Zukunft zu schaffen, allenfalls durch vertragliche Einigung der beidseitigen Brückengemeinden oder Länder erreicht werden könnte. In diesem Sinne beauftragte dann auch der Land- tag den Landesausschuß im Einvernehmen mit der Regierung die vorliegende Frage weiter zn verfolgen. Die fstl. Regierung gab dabei die Erklärung ab, sich in dieser Angelegenheit mit der Regierung des Kantons St. Gallen ins Einvernehmen setzen zu wollen. Der Sennerei genossenschaft Eschen gewährte der Landtag zur Anschaffung einer Centrifuge einen Landesbeitrag von 200 K. Dem Ansuchen der Gemeinde Schellenberg um eiueu laudschaftlicheu Bei trag für Armenz w e cke wurde durch Bewilligung eines Betrages von 250 K. entsprochen. Ordentlicher Landtag vom S. Okt. bis 5. Dezbr. 1904. Das Landtagsbureau wurde in gleicher Weise, wie im Vor- jahre, bestellt. In die vorberatende Kommission wurden gewählt die Ab- geordneten Jakob Kaiser, Loreuz Kind, Dr. Albert Schädler, In- genieur Karl Schädler und Franz Schlegel. Der von der Regierung vorgelegte Gesetzentwurf be- treffend den Gemeindehaushalt wurde vom Landtag mit mehreren von der Kommission beantragten Abänderungen und Er- gänzungen angenommen. Das neue wichtige Gesetz bringt die im Jahre 1890 angeregte^) Steuerreform, welche in der Folge zu mehreren zeitgemäßen Gesetzeserlassen führte, zu einem befriedi- genden Abschluß. Mit dem im Jahre 1891 geschaffenen neuen Rheinbaugesetz 2) übernahm das Land 75 Prozent der Rheinbau- auslagen, womit an Stelle der bis dahin fallweise geleisteten Landessubventionen eine bestimmte Norm über die Beitragspflicht des Laudes und der Gemeinden geschaffen wurde. Ferner wurde Näheres über das im Jahre 1830 ausgesprochene Bedürfnis einer gründlichen Steuerreform vergleiche im IV. Jahrbuch S. 14 ff. 2) L. G. B. Nr. 8. 1891. Gesetz vom 16. Dezember 1891.
        

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