— 16 den ausbezahlten festen Bezügen werden 25°/° zu Lasten der Landes- kasse übernommen. Die Taglohnverrechnungen sind in dem neuen Gesetze auf die eigentlichen Betriebsgeschäfte verlegt. Der Schluß- satz des fortschrittlichen Gesetzes enthält die wichtige Bestimmung, daß denjenigen Gemeinden, welche zweckentsprechende Fahrwege bauen oder sonst Hervorragendes in der Waldkultur leisten, von der Regierung über Antrag des Forstamtes Subventionen bis zu 50°/o der auflausenden Kosten gewährt werden können; auch deu Waldaufsehern können für besonders erfolgreiche Tätigkeit auf dem 'Gebiete der Waldknltur Geldbelohnungen zuerkannt werden. Ebenso wurde die Regierungsvorlage betreffend Ab- änderung der Stempelgesetznovelle vom 31. Dezember 1893') vom Landtage angenommen. Das neue, durch die Ein- führung der Kronenwährung notwendig gewordene Gesetz bestimmt init der Wirksamkeit vom 1. Januar 1904 au, an Stempelgebühren von mehr als 20 bis 100 Kronen 10 Heller und von je weiteren 100 K. um 10 Heller mehr, wobei ein Restbetrag von weniger >als 100 Kronen für voll anzunehmen ist. Die Regierungsvorlage betreffend die zeitliche Außerkraftsetzung des Gesetzes vom 14. März 1895') wurde vom Landtage einstimmig angenommen. Das Gesetz vom Jahre 1895 enthält die hausgesetzlichen Bestimmungen über die Eheschließungen der Fürsten und Prinzen des fürstlichen Hauses. Mit Rücksicht auf das in Oesterreich befindliche Fideikommiß des fürstlichen Hauses Liechtenstein benötigen diese Bestimmungen auch die gesetzliche Anerkennung von Seite Oesterreichs. Da diese nicht erfolgte und derzeit auch uicht in sicherer Aussicht ist, empfahl sich zur Vermeidung allfälliger Schwierigkeiten die vorgeschlagene Sistierung des Gesetzes bis zu dem Zeitpunkte, in welchem letzteres Ae gesetzliche Anerkennung Oesterreichs erlangt haben wird. In der Sitzung vom 17. November 1902 erhielt der An- trag des Präsidenten, anläßlich der jüngst erfolgten Verlobung 1)es Prinzen Alois von Liechtenstein mit der Erz- >) L. G. B. Nr. 1. 1903. Gesetz vom 24. Januar 1993. u. L. G. B. Ar. 6. 1903. Verordnung vom 27. November 1903. -) L. G. B. Nr. 2. 1902. Gesetz vom 10. Dezember 1902. Vergleiche "Näheres über das Gesetz vom Jahre 1895 und über ein früheres Familien- statnt im Jahrbuch IV. S. 40f. und Jahrbuch I. S.'34ff.
        

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