— 119 — 1«41. Dez. 16. Hans Häßler zu Bendern tauscht mit dem Abt Johann v. St. Luzi, als dem Inhaber der Pfarrpfründe zu Bendern, Güter. Er gibt demselben ein Bündt, die an die Esche, an die Straße und an den Rhein und an den sogen. Schwimmbogen stoßt, nachdem er das Fahrrecht darüber von der Gemeinde um 8 fl abgelöst hat. Dagegen überläßt ihm die Pfründe den krummen Acker, der an den Ruggeller und Gampriner Kirchweg und an des Meßners Gut grenzt, und erhält dazu noch 49 fl Aufgeld. Vorbehalten ist dem Kloster ein Weg zu den Rösfern. Papier. Vom Abt eigenhändig geschrieben, unterzeichnet und besiegelt. 1«42. Juui 8. ?. Bonaventura Schalk, Pfarrer und Administrator in Bendern, schreibt an deu Abt v. St. Luzi wegen des strittigen Noval- zehnten in Christ. Er glaubt, in dieser Sache sei der Bischof nicht interessiert, da diese Zehntensache mehr Privatsache sei. Man müsse in einem solchen Falle tuu, was dem Kloster zum größeren Vorteile sei. Man solle dem Grafen den halben Zehnten aus dem Neugereuth auf Christ überlassen, ihn aber genau darüber instruieren, daß ihm kein formelles Recht zuerkannt werde, daß die Sache viel- mehr einstweilen nur geduldet werde. Man könnte diesen Zustand so lange dulden, bis unter dem Interim die Reichsklöster in Schwaben wieder in Stand kommen und dann gemeinsam gegen den Grasen ihr Recht geltend machen könnten. Unterdessen unterblieben die unliebsamen Händel. Lateinischer Text. 1K43. Jnni 13. Feldkirch. Leon- Butzenrainer, Laudesvikar, schreibt an die ihm untergebene Geistlichkeit, es sei kundbar, daß Michael H., eingesessener Land- mann (aus der Grafschaft „Faduts" gebürtig) zu Tosters von seinem Weib Anna Baier getrennt lebe. Es werden daher alle Pfarrherren, in deren Pfarre dieser »agierende widerwertige Michel H. sich befindet, ersucht, daß sie mit Anrufung der weltlichen Obrigkeit und Androhung der gewiß folgenden Exkommunikation diesen Michel H. uicht toleriere», sondern zwingen sollen, zu seiner Pflicht zurückzukehren so lange, bis seine Sache beim bischöfl. Gerichte zu Chur entschieden sein werde. 1K46. Juli 27. Pfarrer ?, Bonaventura Schalk in Beudern verleiht von dem neuen Feldlein unter Ruggell, die Widau genannt, den Zehnten an Hans Büchel und Jakob Feer von Ruggell gegen eine jährliche Abgabe von 6 Schäfsel und 1 Viertel Haber im Jahre 1646, 6 Schüssel Haber auf 1647, und endlich für 1648 wieder 6 Schaffe! Haber.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.