— 118 163V. Febr. 13. - Abt Georg v. St. Luzi und die Gemeinde Ruggell stehen in Zwist wegen dem Gottesdienst in der neu erb anten Kapelle St. Florini daselbst (soll heißen Fridolini!) wegen den Festen der Kirchweihe nnd des Patrons, da die Gemeinde die beiden Festfeiern ohne Entgelt ihnen aufladen will uud auch gebeten hat, alle Wochen eine Messe dort zu halten. Zwischen der Ge- meinde und dem neuernannten Prälaten und Pfarrer Johannes Copp wird nuu vereinbart: So lange der gegenwärtige Prälat regiert, wird er an den beiden Festtagen den gebührenden Gottes- dienst mit Messe und Predigt halten gegen 1 fl Honorar- Doch soll daraus keine Verpflichtung erwachsen. Ebenfalls verspricht der Abt, jedoch uur für die Zeit seiner Verwaltung, wöchentlicki oder alle 14 Tage in der Kapelle Messe leseu zu lassen; für die Nach- folger sei freie Hand gewahrt. Zeugen Friedrich Rommel, Prior v. Roggenburg, ?- Joh. Widemann, Administr- v. Chur- walden, Georg Haßler, Ammann der Herrsch. Schellenberg, Uli Öri, Kirchenvogt, Uli Büchel des Gerichts, Basti Wagner und Andreas Büchel als Vertreter von Ruggell. Papier. Copie. 1K30. Sept. 4. Roggenburg. Michael, Abt v. Roggenburg und Vaterabt vou St. Luzi, urkuudet: Da das Kloster St. Luzi wegen einigen pfarrlichen Rechten der Pfarre Bendern gegen die Freiherrn v. Sax sich zu ver- teidigen gezwungen ist, uud dem ?. Johannes Copp, als dem Ad- ministrator des genannten Klosters, die Vertretung jener Pfarrei ohnedem obliegt, so gebe ich demselben auch meinerseits volle Gewalt, gegen die genannten Freiherrn zu Sax rechtlich vorzugehen. Papier. Siegel und Unterschrist des Abtes. 1639. Nov. 7. Chur. Bischof Johannes an die Gläubigen des Bistums. Er werde deu Verordnungen des Concils von Trient gemäß von Zeit zu Zeit das Bistum bereisen, zu firmen und Visitation zu halten. Da er aber nicht aus 
sich selbst von allen 
Verhältnissen sich unter- richten könne, fordert er alle Gläubigen auf, ihm bei Gelegenheit seiner Anwesenheit die bestehenden Mißstände namhaft zu machen. Diese Mitteilungeu 
haben sich zu beziehen auf: die Amtsführung nnd Lebenshaltung der Geistlichen, Verwaltung der Kirchengüter, Versehung der Kranken, Kinderlehre, Wirtshausbesuch der Geist- lichen, Instandhaltung der Pfrundhüuser, Lesen verbotener Schriften, EntHeiligung der Sonn- und Feiertage, Übertretung des Fasten- gebotes, abergläubische Gebräuche, ungültige Ehen und Wucher. Die Gläubigen werden strenge verhalten, hierüber dem Bischof unter dem Siegel der Verschwiegenheit, wenn nötig, Anzeige zu erstatten und die Pfarrer müssen dieses Schreiben von den Kanzeln verlesen. Papier. Copie.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.