— 110 St. Luzi uud dessen Besitzuugeu iu Händen haben. Wegeu dieses Spans wareu die Parteien vor des Freiherrn Am- mann in Salez erschienen- Dabei wurden vorgewiesen ein Kund- schaftsbrief des Stadtgerichts zu Chur, Abschriften der Schenkungs- briefe von Kaiser Heinrich VI. von 1194 und von König Friedrich II. von 1214. Diese lateinischen Urkunden waren in deutscher Ueber- setzuug vorgelegt, Verseheu mit dem Siegel und Viclimus des Grafen Johann Ludwig von Sulz zu Vaduz. Von dem Am- uiann zu Salez sind drei Urteile wegen des strittigen Zehnten ergangen des Inhalts: Weil der Zehent laut den Urkunden mit der Pfarrpfründe Bendern hinanfgeschenkt sei, soll niemand gegen diese Schenkung sein. Die Schenkung ging an die Conventherren von St. Lnzi; da nun dort keine mehr sind, geht sie au die Psarrer von Bendern, damit die Leute im Hag vou deuselbeir auch seelsorgerlich versehen werden. Wenn das Kloster St. Luzi wiederhergestellt werden sollte, so gehörte der Zehent wieder dorthin.. Die Churer appellierten nun an die Eidgenossen; diese aber anerkannten die Unabhängigkeit der hohenscixischen Gerichtsbarkeit. Darauf brachten die Chnrer ihre Sache vor den 
Freiherrn selbst, welcher auf den 2. Mai einen Rechtstag ansagte nach Forstegg. Der Freiherr bestätigte das Urteil seines Ammanns. Weil, die Pfarre Bendern den Brüdern zn St. Luzi „zu Eer gottes Über die Uberbelibung des lebenmachenden hailigen crütz sry geschenkt" worden, und „nun haiter am tag nnd- nit widerfochten, das der Hag je uud allwegeu in die' pfarr Bendern kilchhörig gewesen,, die Brüder von St. Luzi aber vou jeher Pfarrer iu Bendern waren nnd es noch sind — so weist das Recht ans diese und nicht auf die jetzigeu weltliche» Inhaber von St. Lutzi hin. Diese haben daher „übel appelliert" und werden mit ihren Ansprüchen abgewiesen. Ans dem noch hängenden Wachs ist leider das Siegel des Freiherrn herausgeschnitten. Pergament. 1562. St. Martinstag. Diktns Singer von Bendern nnd seine Schwestern Anna, Gretha,. Elsa und Barbara verkaufen mit Hand des Michel Graw (Graf),, des Ammauns der Herrschaft Schellenberg, dem Joß Walch von. Gamprin als Kirchenpfleger vou Bendern 8 Sch. Pfg. jährl. Zins für ein Kapital von 8 Pfd. Pfg. und versichern den. Zins auf ihrem Acker im „Hangen Reutti" gelegen. Anstößer- Jörg Wanger, Jos Strnb. Pergament. Das Siegel des Ammanns gut 
erhalten- 13KK. St. Martinstag. Peter Wolwend von Ruggell und Anna Widerin, seine Ehefrau,, bekennen, daß sie mit Hand des Hans Knabenknecht, Ammanns der Herrschaft Schellenberg am Eschnerberg, bei den Kirchen-
        

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