- 107 — Reams zu St- Laureuz iu ihres lieben seligen Vaters Grab bei- gesetzt werden. All ihr Hab und Gut vermacht sie ihrem Gemahl Gubert v. Castelmur für lebenslänglich, gemäß einem Brief, den sie früher schon zu Chur „uff dem Bruggli" übergeben hat. Was er bisher schon von ihr bekommen Hot, soll sein ewiges Eigentum bleiben „umb die trew, liebe, gutthet, müg und arbait, och erlitt- uus, costenntzs, so er mir lange Jar in minen krankhaiten und sunst alle Zit gethon hat." 2. Sie vermacht 100 fl rh. an eine ewige Messe einer Priester- pfründe des Maisterletten Altares in der Kirche zu Reams. So lange aber diese Pfründe noch nicht eigentlich errickitet ist, „soll man ain Priester, der minem obgedachten Huswirt (Gemahl) an- geneme sye, mit sinem Willen annämen uud dingen, der alle Jar Zu ewigeu Zytteu nach minem tod nach anzall der zytt So vil die fünff guldin gelts ertragen mugen, uud so laug er die selbigen verdien mit täglich mess für min und miner Verwannten seien lesen uud halten." 3. Es sollen nach ihrem Tode fünf dreißigste gehalten werden, nämlich vom Pfarrer zu Reams, von ihrem Beichtvater Pfarrer von Salux, von Balthasar artolf, Kaplan zu Salux, dem Herrn Thomasch, auch Kaplan daselbst, nnd Hrn. Christophel Ranger. 4. Sie stiftet eine Jahrzeit auf 50 Jahre und uicht länger; sie soll an ihrem Todestage mit 7 Messen und 1 Amt gehalten werden in der Pfarrkirche zu Reams. Dem Pfarrer ist für das Amt uud das Mahl „12 etsch crützer" uud jedem Priester für die stille Messe und das Mal 8 Kreuzer zu geben. Diese Stif- tungen sind versichert auf dem Gut „panley" und einem Gut in der Alp „Zerniß". 5. Aus ihrer Hinterlassenschaft sollen 4 Jungfrauen ehrlich bekleidet werden, zwei vom Adel und zwei vom gemeinen Volk, und zwei Schüler, mit Namen: Barbara, Jnnker Uriels von Castel- mur sel. Tochter, Frau Magdalena von Zntz Tochter, Ursula „der- zit miu Husjunkfrowen" nnd Ursula Tschamull, ihre Base. „Item der urslina zwen guldin sol geben werden zu dem klaid, und dem Zacharias, Jan Maisterletten son, der Priester sol werden, nnd sunst ainem armen schuler nach gut bedunken." 6. Jn Jahresfrist nach ihrem Tode soll eine allgemeine Spende allen Kirchgenossen von Reams, reich und arm, am faxt zu denn tehen min und aller miner verwanten seien mit angedechtigem bett zu geben jeder Person ain Wyßbrot nnd ain quartt win- Welche spend ich versichren mit ainem guldin gelts und zins, den miner Jan Risch von Reams zynset- Item ain mall laß ich ain tag armen und richen und zwai mall den armen lütten, das ge- sichret ist uf zwen guldin Zins ze Gunters, die Andrea Deyä sol geben.
        

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