— 106 — zierden sehr arm, die Pfarrangehörigen nicht im Stande, aus ihren Mitteln Abhilfe zu schaffen; daher werden die Geistlichen aufgefordert deu Boten, der für diese Kirche sammeln wird, gut aufzunehmen und das gute Werk von der Kanzel aus zu empfehlen. Um besseren Erfolg zu sichern, erteilt der Bischof den Wohltätern der genannten Kirche 40 resp. 100 Tage Ablaß unter den ge- wohnlichen Bedingungen. Pergament. Das Siegel des Bischoss hängt. 1514. Samstag nach Unser lieben frowentag jm ogsten. Jheronimus Trydt, seßhaft zu Vaduz, bekennt, daß der Graf Rudolf v. Sulz ihm etliche Gerechtigkeiten in und an dem Wein- zehnten zu Vaduz, dazu auch einen 8ten Teil am Wein- zehnten, einen 4ten Teil alles Kornzehnten, den Obst-, Rüben- und Hühnerzehnteu und den kleinen Zehnten, die die Vaistli vor Jahren von dem Säger erkauft und er jetzt von Josef Litscher, Bürger zu Feldkirch, und Agnes Vaistli, dessen Hausfrau, er- kauft hat, alles zu Vaduz oberhalb dem Mühlbach gelegen, zu Lehen gegeben hat. Er stellt darüber den Revers aus und> siegelt selbst. Pergament. Das Siegel des H. Trydt fehlt. 1314. (Der Tag unbestimmbar, weil die Urkunde an der betreff. Stelle zerrissen.) Der Abt Johannes von St. Luzi und der Convent stellen einen Revers aus über deu Empfang der Stiftungsurkunde des Frei- herrn von Hohensax-Forstegg. Sie versprechen, diese Urkunde iu gutem Verwahr zu halten uud den übernommenen Verpflichtungen stets pünktlich nachzukommen. Pergament. Die Siegel des Abtes und des Conventes hängen in Säckchen an der Urkunde, sind aber ziemlich beschädiget. 151«. Dez. 19. Chur. Vor dem bischöfl. Generalvikar zu Chur erschien der ersame Herr Balthasar Artolf, Caplan zu Salux, mit dem Testament der Frau Anna Maisterlett v. Salux, weiland des Christoffel Maisterlett sel. Tochter, des edlen Gubbert von Osstronruro Hans- fran, um dasselbe vom geistlichen Richter bestätigen zu lassen. Das Testament wurde erbrochen in Gegenwart des Wolfgang Tschutscher, Priesters und Sängers des Stifts, und des Maisters Hans Marugk, des geistlichen Hofes daselbst. Der Inhalt des Testaments ist folgender: Jn Gegenwart des Johann Wayß, Dechants und Pfarrers zu Salux, ihres Beichtvaters, und glaubwürdiger Zeugen erklärt Anna Maisterlett von Reams ihren letzten Willen: 1. Sie opfert Leib uud Seele dem Allmächtigen auf und bittet um die ewige Ruhe und Seligkeit, da sie als ein gläubiger Christ zu sterben verlangt. Ihr Leib soll in der Pfarrkirche zu
        

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