— 8 — Mitteilung der Namen an mehrere Eingeweihte wandte. Die Mit- ' teilung solcher fehlender Namen würde dankbar entgegengenommen, und es könnte dann vielleicht später eine Ergänzung dieser Samm- lung erfolgen. Das Verzeichnis umfaßt aber sicher den größeren Teil be- sonders der in älteren, dem landwirtschaftlichen Betriebe gewid- meten Flächen vorkommenden Namen, was schon daraus hervor- geht, daß das liechtensteinische Grnndbuch bei seiner Anlage (1809 und nächstfolgende Jahre) hauptsächlich auf Ortsnamen als Par- zellenbeschreibung sich stützen mußte und auch tatsächlich viele Namen enthält, die gegenwärtig, so viel ich erfahren konnte, nicht mehr gebraucht werden; solche heute außer Gebrauch stehende Namen sind in dieser Sammlung durch Fehlen der Mundart- formen erkenntlich. Im Grundbuche vorkommende verschiedene Schreibweisen eines Namens sind, soweit sie nicht vollausgeschrieben hier anfgenommen wurden, teilweise so wiedergegeben, daß Laute, die an Stelle anderer vorkommen, in „()" hinter den Lauten, die sie vertreten, dem Worte eingefügt sind, während Laute, die als Doppelung vorkommen, dem bezüglichen einfachen Laute in „ss" nachgesetzt sind; diese Zeichen sind auch in der zweiten Spalte in ähnlicher Weise angewendet. Als Quellen habe ich das bereits erwähnte liechtensteinische Grundbuch, den liechtensteinischen Grundsteuerkataster, die Karten zum Wirtschaftsplan der Gemeiudewälder von 1892, ein mir von eÄ^icl. plril. E. Nipp aus Balzers mitgeteiltes Verzeichnis der Namen auf Balzner Besitz im Kanton Graubünden und münd- liche Mitteilungen, dann das Regierungsarchiv, mehrere hier- ländige Pfarr-, Gemeinde- und Genossenschaftsarchive, vier im Vorarlberger Landesarchive in Bregenz erliegende Bünde Urbarien des Johanniterhauses in Feldkirch, einige in Privatbesitz befindliche Urkunden, sowie mehrere in Druck erschienene Arbeiten benützt;, die vier erstgenannten Quellen sind im Verzeichnis nicht angeführt, die mündlichen Mitteilungen nur im erfreu Teile. Ein Wort der Begründung über den Wert der Mundart- formen für den Flurnamenforscher dürfte ebenso überflüssig sein, als ein solches über den Wert der geschichtlichen Formen. Aber gerade der phonetische Teil bot für mich besondere Schwierigkeiten, die ich kaum in dem wünschenswerten Maße zu überwinden ver- mocht haben werde. Die in Liechtenstein gebräuchliche Mundart ist die ale- mannische, die Aussprache der Walser am Triesnerberg nimmt jedoch eine Sonderstellung ein; auch weisen die Gemeinden des Oberlandes gegen jene des Unterlandes Abweichungen auf, die sich besonders in der Behandlung der a.-, s- und o-Laute zeigen.
        

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