— 175 - zu solchen Grabungen eine besondere Geldspende gewährt habe. Dann führt er die im XII. Rechenschaftsberichte des Vorarlberger Museumsvereins (1870) von John Douglaß veröffentlichte Arbeit „Die Romer in Vorarlberg" an, worin schon auf das Vorhanden- sein von Ueberresten einer römischen Villa in Triefen, hingewiesen worden sei. Dieser Hinweis nnd weitere mündliche Informationen in Triesen selbst ließen feststellen, daß bei Erbauung der oberen Mühle (gegenüber der Triesner Pfarrkirche) im Jahre 1862 eine Menge von niederen Hypokaust-Pfeilerchen aus Sand- stein, sowie Fragmente von gebrannten Röhren uno Ziegelplatten zum Vorschein kamen. Douglaß habe bei seinem im Jahre 1867 in Triesen gemachten Besuche uoch solche Hypokaustpseiler vorge- funden, welche in der Form genau deu bei Bregeuz gefundenen ähnlich nur von etwas geringerer Höhe gewesen seien- Nach der bestimmten Aussage des jetzt 84 Jahre alten Maurermeisters Risch in Triesen, welcher den Mühlebau im Jahre 1862 leitete, waren damals 32 solche Hypokaustpseiler vorhanden. Leider seien alle diese Fuudstücke verschwunden und nach Aussage des genannten Zeugen zumeist iu Backöfen vermauert worden. Der Versuch vou Douglaß, im Jahre 1867 Grabungen vor- zunehmen, sei an dem Widerstande des Grundeigentümers gescheitert. Nun habe der historische Verein sich mit der Sache befaßt. Sämt- liche Mitglieder des Vereinsvorstandes begaben sich am 12. Oktober ^911 an die Fundstelle in Triesen. Von dem Grundeigentümer konnte die Erlaubnis zu deu beschlosseneu Grabuugeu gegen ent- sprechende Vergütung erhalten werden. Die Grabungen fanden alsdann iu der Woche 
vom 22, bis 28. Oktober statt. Der hierüber .vom Konservator unseres Vereins Egon Rheinberger erstattete Bericht, welcher znr Ver- lesung kam, hat solgeuden Wortlaut: „Die Mitglieder des Vereinsvorstandes haben sich bei der vorgenommenen Besichtigung über den Platz geeinigt, der für Nachgrabungen nach römischen Bauresten in Aussicht zu nehmen war- Es ist dies die Stelle hinter dem Mühleanwesen im Ober- dorf, eine humusreiche etwa 
4 rri breite Fläche, eingeengt durch den Mühlebau und den steilansteigenden St. Mamertushügel, in der Längsausdehnung mit dem Dorfbache gleichlaufend. Besonders wertvoll für den Beginn der Grabarbeiteu schienen die Aussagen
        

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