die meiste Gefahr; der bekümmerte Vater bat dringend, ihn unter- diesen Umständen vvm Jagddienst zu befreien. Umsonst, unei> bittlich blieb der Herr. Als der Mauu von der Jagd zurück- kehrte und von der Anhöhe ob seiner Mühle das Hans fortge- schwemmt und Weib uud Kind in den Finten rettungslos verloren sah, fiel er in Verzweiflung, und unter schrecklichen Verwünschunzen übergab auch er sich dem Wasser, das ihm das Teuerste auf Erden genommen hatte. Vou Stuud an floh die Rnhe aus der Burg. Brandis, nnd die Herren zogen hinweg aus dem Emmental nach- Currätien und uahmeu zuerst ihren Sitz auf den Bnrgen zu Blumeuegg und Vaduz. Nach Wolfharts V. Ablcbeu ums Jahr 1456 gingen die Herrschaften Vaduz, Schellenberg, Blumeuegg uud Maienfeld über an seine 6 Söhne, von denen Wolfhart VI.. Sigmund I., Ulrich- und Ortlieb besonders zn nennen sind. Allerlei Mißgeschick und Unannehmlichkeiten erfüllten ihre Negierungszeit. 1458 brannte das Städtchen Maienfeld nieder. 1469 das Schloß Marschlins. Hüusig, wurden die Herren von Brandis in Anspruch genommen durch« Streitigkeit ihrer Untertanen zu Schaan in der Grafschaft Vaduz, mit den Leuten von Bnchs in der Herrschaft Werdenberg um Wuun und Weid. Trieb und Trott, dann durch Konflikte zwischen Triefen und Sevelen, zwischen Vaduz, Schaan nnd Buchs wegen Rheinwuhrbauten, und endlich hatten sie noch einen zweijährigen. Prozeß durchzumachen mit deu gänzlich verarmten Grafen Georg .und Wilhelm «von Werdenberg-Sargans, die plötzlich alte Erban- sprüche auf die Grafschaft Vaduz geltend machten und damit noch 4000 rheinische Gulden von den Freiherren vou Brandis- erpreßten. In ihrer äußern Politik folgteu die Freiherren durchaus dem Beispiel ihres Vaters und schlössen sich enge an das Haus Österreich an; Freiherr Ulrich wnrde sogar Rat und Diener des Herzogs Sigmund, sowie sein Vogt zu Feldkirch. Trotzdem standen die freiberrlichen Brüder stets ans gutem Fuße mit den rätischen Bünden — die Herrschaft Maieufeld war einst mit Erlaubnis- Wolfharts V. in deu X Gerichtenbund eingetreten — sowie mit den Eidgenossen und ganz besonders mit der Stadt Bern, die- ihnen zur Zeit des Sundganerzugs und der Burgnnderkriege aus- vielen Nöten half.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.