— 146 — also Feuerbrand, auch Schwert, einstämmige Kürzung von einem der mit „Brand" zusammengesetzten Personennamen. Die Namens- formen Brandis, Brandes, Brandeis müssen sozusagen autochthon nn verschiedener- Stellen des deutschen Sprachgebiets entstanden seiu. Ein genealogischer Zusammenhang der Freien von Brandis aus dem Emmeutal mit einer der zahlreichen adeligen oder bürger- lichen Familien dieses Namens, wie sie im Laufe der Geschichte auftreten und zum Teil heute noch vorkommen, ist in keiner Weise nachweisbar- Eine Verwandtschaft unserer Freiherren mit dem noch heute bestehenden tirolischen Grafenhaus von Brandis ist schon wegen der völligen Verschiedenheit der Wappen 
ausge- schlossen. Die Freiherren von Brandis aus dem Emmental besaßen ein sprechendes Wappen. Es wies in den ersten drei Generationen drei wagrechte Feuerbrände auf, später bloß noch einen Brandy der schräg oder senkrecht im Schilde angebracht war- Das urkundliche Material zur Geschichte unserer Freiherren liegt weit zerstreut in den Staatsarchiven von Bern, Karlsruhe^ Innsbruck, Chur :c. Dem Umstände, daß sich die Freiherren nach- einander in ziemlich weit vvu einander entfernten Gebieten an- siedelten und daß deshalb ihre Politische Betätigung kein einheit- liches Bild gewährt, wird es zuzuschreiben sein, daß bis jetzt ihre Geschichte keine eingehende Gesamtdarstellung gefunden hat. Und doch steht dieses Berner Adelsgeschlecht in seiner politischen Be- deutung keineswegs hinter vielgenannten gräflichen Familien, z. B- hinter den Werdenbergern, zurück. — Selbstverständlich kann es sich hier bloß nm einen kurzen Auszug aus meiner Studie handeln. Die Hauptpersonen sollen mit wenigen Strichen gekennzeichnet und die weniger wichtigen Familienglieder mit Stillschweigen übergangen werden. Wer sich für das Ganze interessiert, sei auf Band XXXVI des Jahrbuchs für Schweizerische Ge- schichte (1911) verwiesen. 5 ->- 5 Mit dem Erlöschen des züringischen Hauses im Jahre 1218 fiel das Rektorat über Burgund an das Reichsoberhaupt zurück. Die zahlreichen Dynasten und auf Reichsboden stehenden Bnrgen uud Städte, welche bis dahin dem Rektor unterstellt gewesen waren, standen fortan - direkt unter dem deutschen Könige. Da
        

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