164 
Stimmung und Vorlieben, sondern schlicht die Ver 
fügbarkeit der einzelnen Lebensmittelkategorien. 
Zu berücksichtigen ist, dass über die ganze Zeit hin 
Kartoffeln, Obst und Gemüse (ausser Bohnen, Erb 
sen) frei von Rationierung blieben. 
Wovon ass man weniger in den Kriegsjahren? 
Man verzehrte weniger Butter, Eier, Fleisch, ab 1943 
auch weniger Milch, Getreideprodukte, Teigwaren, 
Zucker, Konfitüre und Honig. Wovon ass man mehr? 
Sehr viel mehr Kartoffeln, viel mehr Gemüse, insbe 
sondere Bohnen und Erbsen, ebenfalls viel Obst, 
zeitweilig auch mehr Brot und Käse. Gesamthaft be 
deutete dies: Im Verhältnis zum Vorkriegsverzehr 
gab es weniger Kalorien und weniger Fett, aber 
mehr Proteine. Das heisst, man ass «gesünder». Vo 
rausgesetzt, es gab übers Ganze gesehen genug 
Nahrung. War dem so? 
Die Statistik zeigt nun freilich bei genauerer Be 
trachtung, dass die Nahrungssituation in der 
Schweiz, Liechtenstein eingeschlossen, ab 1943 und 
bis zum Herbst 1945 ungenügend war. Die Versor 
gung sowohl mit Kalorien als auch mit Fett war 
1943, 1944 und bis zum September 1945 nicht 
mehr ausreichend. So erhielten erwachsene Nor 
malbezüger ab dem Mai 1944 und bis und mit Sep 
tember 1945 durchwegs weniger als 2 000 Kalorien 
täglich, was als «unzureichend» galt. Analog erhiel 
ten sie in derselben Zeitspanne zuwenig Fettversor 
gung. In den schwächsten Monaten dieser Zeitspan 
ne bekamen erwachsene Normalbezüger im August 
1944 durchschnittlich nur noch 80 Prozent der als 
«ausreichend» geltenden Fettmenge, und im März 
1945 war es mit 83 Prozent noch nicht viel mehr. 
Andererseits lag die Versorgung mit Proteinen auch 
VvTEO STATES 0r Avf*(CA 
Off« Of PR« AftSiiMSIRATIM 
4 
WAR RATION BOOK FOUR 
£_A, -S..T.ff F L» ^ 
w. «i»v wl Um ■■ n 
HEJ 
Cta&u / / V.ÎL.& &UUÜLi _ 
f - 
IT r I fl Ut knwr 
19 *3. cm 
nimmt! 
^ 
read kitore signing 
In acrrjTibif till* I tr - iK.t* tFwt il fwihr №»pmr ibe I 
SlllfR 1 i*t' 0** it ont> üa ïb* iijiLatf iü«J Jgc it* i-j 
flittltoti/isl Ifj ihr OtSce 
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.