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HL Rudolf mit Schutzengel, 
Johannes Troyer, 1938, 
Theresienkirche Schaan 
wald (1994 im Zuge der 
Renovation ausgebaut, ab 
2010 im Schaanwälder 
Mehrzweckgebäude «Zu- 
schg» ausgestellt). Rudolf 
wurde im Spätmittelalter 
in der Stadt Bern ermordet 
- daher das Messer als 
Emblem - und wegen fol 
genden Wunderheilungen 
verehrt und heiliggespro 
chen. 
telalter wie auch bei Le Corbusier in Ronchamp. 
Vereinzelt hat Frömmelt in Balzers - nach den völlig 
figurlosen Schaaner Fenstern - fast unmerklich wie 
der figürliche Elemente, so Mutter mit Kind, einge- 
fügt. 
Die erst 2008 von Georg Malin, Mauren, geschaf 
fene Glasmalerei in der Kapelle des Hauses St. Flo 
rin in Vaduz schliesslich zeigt in abstrakter Form 
unregelmässige, vertikal laufende Linien und Flä 
chen. Diese, in Farben von Umbra über Gelb bis 
Weiss gehalten, öffnen sich von Fenster zu Fenster 
weiter, symbol- und zeichenhaft für Entwicklung, 
vom schmal im Dunkel verborgenen Beginn über 
Erweiterung und Reifung zur Helligkeit. Hier ist der 
Meditation Raum gegeben, im christlichen wie im 
allgemein philosophischen Sinn. 
STIFTER 
Ganz anders präsentiert sich das Ensemble der 
Glasmalerei in der schmucken Theresienkirche in 
Schaanwald, die 1938 auf Initiative des dortigen 
Kirchenbauvereins gebaut wurde. Die Fenster 
stammen von Johannes Troyer, der im Jahr darauf 
auch die erwähnten Triesenberger Fenster schuf. In 
Schaanwald blicken von den Fenstern im Schiff und 
auf der Empore einzelne Heiligengestalten. Bei 
genauerem Hinsehen erschliesst sich das Prinzip 
der Auswahl, es sind die Namenspatrone der Stifter: 
So der heilige Franz de Paula für Fürst Franz I. von 
Liechtenstein und die heilige Elisabeth von Thürin 
gen für dessen Gemahlin Fürstin Elsa, beide in ei 
nem Fenster vereint, beide wie das Fürstenpaar we 
gen ihrer Mildtätigkeit verehrt. Für den Stifter Al 
bert Eberle, Schulrat in Bregenz, steht der heilige 
Albertus Magnus, der grosse mittelalterliche Theo 
loge, im Fenster, für Dr. Ludwig Marxer Saint Louis, 
der heilige französische König der Kreuzzugszeit, 
und so fort. Das kleinere Fenster im Chorraum, ge 
stiftet vom Kirchenbauvereinspräsidenten Meinrad 
Jäger, zeigt den heiligen Meinrad mit dem Raben. 
Man möchte meinen, hier handle es sich um ein wir 
res Heiligen-Sammelsurium, doch konnten - und 
können - die Kirchenbesucher in mancher Lebens
        

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