könne und Dr. Josef Häusle, Priester und Heilprakti- ker aus Feldkirch, regte mit seiner «Beobachtung» zur Bekämpfung der Grippe sogar den deutschen Markt an: Er hatte herausgefunden, dass der Ver- zehr von roten Rüben «ein vorzügliches Mittel gegen Fieber» war. Sein auch in deutschen Zeitungen kol- portierte Aussage bewirkte zumindest in Hannover, «dass die Grünzeugwarenhändler nicht mehr genug rote Rüben aufbringen können».133 Abgesehen von den zahlreichen Krankheits- und Todesfällen wirkte sich die ansteckende Krankheit auch auf den Schulbetrieb negativ aus. Er wurde in vielen Orten um mehrere Wochen verschoben, weil sich Lehrer und Schüler angesteckt hatten.134 Dane- ben ging die Tuberkulose um, die mit Sterblichkeits- raten bis zu 16 Prozent nach Wien in Vorarlberg ein Rekordergebnis aufwies.135 Gewarnt wurde auch vor der durch Kriegsheimkehrer eingeschleppten Läuseplage, die Flecktyphus hervorrufen könne.136 133) W, 17. November 1918. 134) W, 5. November 1918. 135) Dreier 1986, S. 87. 136) W, 17. November 1918. 88
        

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