BW! !» Werbeinserat aus dem «Adressbuch für das Fürstentum Liechten- stein», 1923. TL l 
fllpenkur- u. Couristenunterkunftsbaus „Iflalbun" Ciccbtcnstcin - i650 meter u. m. Geöffnet mitte 3uni bis Anfang Oktober Habere Auskunft durch Besitzer: 3*1C0& Gilt., Schaan. 
l Gaflei und Masescha ist die Alpenflora besonders reich vertreten und es ist entzückend, dieses warme gesättigte Farbenspiel in allen Nüancen zu bewun- dern. Die direkte Sonnenwärme ist bekanntlich in den höheren Bergregionen eine sehr hohe und den- noch wird die Luft nicht besonders stark erwärmt. Der beste Beweis dafür ist die Beobachtung relativ niedriger Schattentemperaturen, weshalb man auch nur eindringlich empfehlen kann, bei Rasten im Hochgebirge die Schattenplätze unbedingt zu meiden, namentlich dann, wenn man erhitzt ist. Die Luftbewegung ist in den Höhen grösser, weil hier ausser den allgemeinen Winden auch die als Berg- und Talwinde bezeichneten Lokalwinde mitspielen. Dazu kommt, dass der Druck der Luft ein geringerer ist, und die Luft selbst trockener und kühler. Dieser Umstand, die abendlichen Abkühlungen und beson- ders auch die gelegentlichen Witterungsumschläge erfordern für den Aufenthalt im Hochgebirge ent- schieden die Vorsorge für wärmere Bekleidung. Die physiologischen Wirkungen des Hochge- birgsklimas sind zu ersehen aus der gebräunten Haut, welche infolge der intensiveren Lichtwirkung, der grösseren direkten Sonnenwärme und zum Teil 
wohl auch des geringeren Luftdrucks blutreicher, gekräftigt und widerstandsfähiger gegen Erkältun- gen wird. Der Stoffwechsel wird vermehrt, der Ap- petit reger und die Blutbildung und Ernährung ver- bessert. Die Energie der Nerventätigkeit und der Muskeln wird grösser. Selbstverständlich spielt bei einem Teile dieser wohltätigen Wirkungen auch der Umstand mit, dass besonders die Stadtleute, und um solche handelt es sich zumeist an derartigen Hö- henkurorten, ihrem Berufe und dem lärmenden hastenden Stadtleben auf einige Zeit entzogen wer- den und im Stilleben des Hochgebirges sich ausras- ten können. Der Aufenthalt auf unseren höher gelegenen Kur- orten setzt allerdings eine gewisse Integrität und Widerstandsfähigkeit oder Konstitution voraus. Er passt vorzüglich für solche, welche eine Erholung und körperliche Stärkung nach den Anstrengungen der verschiedenen Lebensberufe, die speziell mit geistigen Anstrengungen verbunden sind, notwen- dig haben. Ferner eignen sich dazu viele Formen von Appetitmangel, von Magenstörungen aus unge- nügender Bewegung im Freien und von ihren Folge- zuständen, wie Anämie und Chlorose. Endlich kön- 324
        

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