LIECHTENSTEIN IN ALTEN SCHILDERUNGEN NORBERT W. HASLER Werbeinserat aus dem «Adressbuch für das Fürstentum Liechten- stein», 1923. 
• Alpen-Kurhaus Sücca Fürstentum Liechtenstein, 1450 M. üb. d. Meer Geöffnet vom 1. Juni bis Ende September Große schöne Tannenwaldungen / Täglich frische Milch £ und Butter aus der Sennerei der fllpe / Gutes bürger- 3 liches Haus mit piima Küche und reellen Getränken H Prospekte gratis. | Mit höflicher Empfehlung GOTTLIEB LflMPERT. 
• V II • II 
'i • • II • II • II • II • II • II • II II • •I eine prächtige Rundsicht gewährt, gerne. Von Mase- scha erreicht man alsdann in 1 Stunde Gaflei. Von dem oben genannten Weiler Rotenboden führt südöstlich eine Fahrstrasse durch den Kulm- tunnel zu der im Saminatal 
liegenden Alpe Sücca (1400 m). Hier ist die Sennerei mit einem Gasthaus verbunden, das gut geführt wird und bei massigen Preisen etwa 25 Gästen Unterkunft gewährt. Es wird von Touristen und Kurgästen viel besucht. Ein neuerstellter bequemer Fussweg, der mit sehr ge- ringen Steigungen auf der Rheintalseite des Ge- birgszuges verläuft, verbindet Gaflei mit der Alpe Sücca, die Entfernung beträgt 1 Stunde. Von Sücca führt ein Fahrweg über den reissen- den Gebirgsbach Samina in das Malbuntal zu dem kleinen aber für bescheidene Ansprüche gut einge- richteten Alpenkurhaus zum Sareiserjoch (1650 m), wo 12-15 Gäste Unterkunft finden können. Das Haus befindet sich, schon oberhalb der Holzgrenze, in einer reizenden Wiesenmulde, umgeben von Bergspitzen und Wiesenhängen hochalpinen Cha- rakters. Von hier führt ein öfters frequentierter Fussweg über das Sareiserjoch nach dem Gamper- donatal und nach der Scesaplana. 
Wie aus dieser kurzen allerdings mehr touristi- schen Skizze ersehen werden kann, haben die liech- tensteinischen Höhenkurorte eine Stufenleiter von 1000 m bis 1650 m, womit besonderen Wünschen und Gesundheitsverhältnissen nach Wahl entspro- chen werden kann. Die am westlichen Gebirgszuge des Rheintals gelegenen Kurorte: Gaflei, Masescha und Samina zeichnen sich durch ihre sonnige Lage und das relativ recht milde Klima aus, während die beiden im Saminatal und Malbuntal befindlichen Kurplätze einen mehr ausgesprochen alpinen Cha- rakter haben und zum Aufenthalte während des ei- gentlichen Hochsommers sich eignen. Allen diesen Kurorten gemeinsam, wenn auch gradatim nach der Höhenlage etwas verschieden, ist die Trockenheit und Reinheit der Luft, welche frei ist von Staub sowohl organischen als anorganischen Ursprungs. Das Licht ist in diesen höheren Bergge- genden intensiver als im Flachlande und in der Tal- ebene, weil die Luft in solchen Höhen für die Licht- strahlen durchgängiger ist als in den Tiefen. Die ge- sättigteren dunklen Farben vieler Alpenblumen (Al- penvergissmeinnicht, Enzian, Campanula usw.) scheinen damit im Zusammenhang zu stehen. Auf 323
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.