Liechtenstein war fortan in die gross angelegte Werbung eingeschlossen. In unzähligen Reiseschil- derungen, Reiseführern, Werbeprospekten und An- sichtskarten wurden die landschaftlichen Schönhei- ten, die Gastfreundschaft der heimischen Bevölke- rung und nicht selten der vorzügliche Wein geschil- dert, gepriesen und besungen. In der Folge des Ersten Weltkrieges brach der Fremdenverkehr in Liechtenstein zusammen. 1912 verzeichnete Liechtenstein 2396 Gäste mit 13 268 Nächtigungen, 1913 waren es noch 1567 Gäste mit 8948 Nächtigungen.8 Zum Vergleich: für das Jahr 2000 wurden 62 894 Gästeankünfte und insgesamt 133 485 Logiernächte verzeichnet, 2006 waren es 56 204 Gästeankünfte und 118 143 Logiernächte.9 1961 wurden das traditionsreiche Gast- und Kur- haus von Gaflei abgerissen und musste einem zeit- gemässen, in der Bevölkerung arg umstrittenen Neubau weichen, der am 5. August 1966 feierlich er-öffnet 
wurde. Doch auch dieses Projekt konnte nicht überdauern und ist vor wenigen Jahren ebenfalls der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Geblieben ist Ga- flei als beliebtes Ausflugsziel in einer herrlichen Bergwelt, vom ehemaligen Kur- und Hotelbetrieb je- doch ist nichts mehr übrig geblieben. Der Zauber- berg von Liechtenstein ist bereits 1961 verschwun- den. 8) Ebenda, S. 246. 9) Statistisches Jahrbuch 2007/2008 des Fürstentums Liechtenstein. Hrsg. vom Amt für Volkswirtschaft, S. 254. 314
        

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