Suppentassen mit Schild- krötendekor und Silber- service aus dem Alphotel Gaflei. 
wie seit alter Zeit für Durchreisende über die Bünd- ner Pässe nach Italien ausgerichtet. «Die Wirtshäu- ser standen mit wenigen Ausnahmen alle an der Durchgangsstrasse nach Italien oder an den zu den Rheinfähren und in die benachbarte Schweiz füh- renden Nebenstrassen. Abseits des Verkehrs friste- ten kleine, nur für den Lokalbedarf betriebene Schenken ein bescheidenes Dasein».4 Der Ausbau der Alpenstrassen war Grundbedingung für einen aufkommenden Fremdenverkehr. Um 1875 entwi- ckelte sich die auf Gaflei errichtete «Molken- und Luftkuranstalt» zu einem der ersten Fremdenver- kehrszentren. 1875 wurden hier bereits 20 Gäste verzeichnet. «Das Kurhaus Gaflei beherbergte bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 den grössten Teil der in Liechtenstein weilenden Frem- den. Die Hauptattraktion des liechtensteinischen Fremdenverkehrs, insbesondere des Kurortes Ga- flei, war der in den Jahren 1897 und 1898 erbaute Fürstensteig. Am 22. Juli 1898 wurde dieser Felsen- weg unter grosser Anteilnahme von nah und fern er- öffnet».5 Ein weiterer Kurbetrieb wurde 1895 auf der Alpe Sücka, oberhalb von Steg, errichtet. 1908 folgte das Kurhaus Malbun und 1911 das Kurhaus Silum. In Triesenberg entstand 1881 das Gasthaus Samina, das fortan dank seiner günstigen Lage für viele Gäste zum Absteigequartier wurde. 2008 ist dieser frühe und seinerzeit führende Zeuge des Liechtenstein Tourismus leider der Abrissbirne zum Opfer gefallen. In den Talgemeinden - ausser im Hauptort Vaduz - blieb der Fremdenverkehr im Verhältnis zum Al- pengebiet unbedeutend.'' 1880 verordnete die Re- gierung die Führung von «Fremdenbüchern». 1900 trat Liechtenstein dem 1893 gegründeten «Landes- verband für Fremdenverkehr in Vorarlberg» bei.7 4) Ebenda, S. 242. 5) Ebenda, S. 245-246. 6) Ebenda, S. 246. 7) Ebenda, S. 246: «Im Februar 1900 traten die Statuten des Verban- des für Fremdenvorkehr in Vorarlberg und Liechtenstein in Kraft». 312
        

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