LIECHTENSTEIN IN ALTEN SCHILDERUNGEN NORBERT W. HASLER Von den Anfängen des Fremdenverkehrs im Fürstentum Liechtenstein VORWORT AUS HEUTIGER SICHT Im Rahmen der Euro 08, dem sportlichen Grosser- eignis des Jahres 2008 - und Liechtenstein war mit- ten drin - wurde das Liechtenstein Center, «ein neu- er Meilenstein in der Landeskommunikation» - er- öffnet in einem mit Hightech ausgestatteten Pavillon zwischen Engländerbau und Landesmuseum. Dies soll Anlass sein, einmal in die Kindertage des Frem- denverkehrs in Liechtenstein zurück zu blicken.1 Die landschaftliche Schönheit Liechtensteins - na- mentlich des Alpengebietes - war es, die vor bald 140 Jahren die Fremden ins Land lockte. Damit be- gann in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts der eigentliche Fremdenverkehr in Liechtenstein. «Aus- gezeichnete Wege und kunsttvoll angelegte Gebirgs- strassen führen bis in die entlegensten Thäler unse- rer Hochalpen, wodurch es dem Wanderer ermög- licht wird, die lohnendsten Aussichtspunkte mit leichter Mühe zu erreichen. In dieser Beziehung dürfte Liechtenstein von keinem anderen Land übertroffen werden. Einzig in seiner Art ist aber der grossartig angelegte Fürstensteig, der von Gaflei durch den wildromantischen, zerklüfteten Gypsberg 
über die Kuhgratspitze auf die Drei Schwestern führt. Dieser imposante Felsenweg, von dessen schwindelnder Höhe man den herrlichsten Ausblick in das Rheintal, auf die Säntisgruppe und das schwäbische Meer (Bodensee) bis hinunter ins All- gäu geniesst, würde allein schon die Mühe lohnen, Liechtenstein einen Besuch abzustatten».2 Liechtenstein verfügte in den Jahren 1898 bezie- hungsweise 1900 über insgesamt 42 Gastwirtschaf- ten und Schenken.3 Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Gasthäuser des Landes 1) Norbert W. Hasler: Fremdenverkehr in Liechtenstein um die Jahr- hundertwende. In: Jahrhundertwende - Jahrtausendwende im Bo- denseeraum. Herausgegeben vom Internationalen Arbeitskreis Bodenseeausstellungen, Redaktion Gert Zang. Rorschach, 1999, S. 65-68. 2) «Ende der diesjährigen Sommer-Saison; Liechtensteinische Alpen- und Luftkurorte» (1901), zitiert bei Engelbert Bucher: Die Schönheit unserer Bergwelt war es - aber nicht nur. In: Fremdenverkehr und Skisport in Triesenberg. Triesenberg, 1984, S. 7. 3) Alois Ospelt: Wirtschaftsgeschichte des Fürstentums Liechtenstein im 19. Jahrhundert. Von den napoleonischen Kriegen bis zum Aus- bruch des Ersten Weltkrieges. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Band 72. Vaduz. 1972. Anhang S. 205. 311
        

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