9i0tCS £au8 Seiten 302, 303 und 304: Illustrationen und Bild- legenden aus dem Original- beitrag. 
am Brückenkopf; die Zollschranken sind gefallen, das Zollhaus dient andern Zwecken. Vaduz liegt ma- lerisch am Fusse des Gypsberges, überragt vom feu- dalen wuchtigen Schloss Hohen Liechtenstein. Das Dorf ist umrahmt von Gärten und Obsthainen und weist neben überwiegend neuzeitlichen Häusern auch einige uralte Holzhäuser auf, die an den bünd- nerischen Baustil des Oberlandes erinnern. Aber auch an repräsentativen Gebäuden fehlt es nicht. Da ist z. B. das Regierungsgebäude, das für das winzige Ländchen recht stattlich ausgefallen ist, ein Renais- sancebau. In ihm haben die Landesregierung, die Gerichte, die fürstliche Landes- und Sparkasse ih- ren Sitz. Das nahegelegene Schulhaus ist sauber und geräumig, gerade so, wie wir's in einem Schwei- zerorte von dieser Grösse (Vaduz zählt nur 1400 Einwohner) erwarten würden. In der Nähe des «Re- gierungspalastes» erhebt sich, umrauscht von herr- lichen Baumgruppen, die gotische Pfarrkirche. Un- ter den bemerkenswert schönen Gebäuden ragt das altertümliche «Rote Haus» an der Berghalde oben hervor mit seinem trutzigen Turm und dem Trep- pengiebel. Der schönste Punkt von Vaduz - vom Schloss abgesehen - befindet sich wohl da, wo die Landstrasse von Schaan her den Hauptort an sei- nem hochgelegenen Nordrand betritt, um sich dann ziemlich tief hinunterzusenken und erst beim Regie- rungsgebäude wieder den sanften Aufstieg des Rheintales aufzunehmen. Von diesem Höhepunkt der Strasse aus geniesst man einen wunderbaren Blick auf Vaduz und sein Schloss links oben und dann das ganze Rheintal hinauf bis zur Südgrenze des Fürstentums am Fläscherberg. Und nun das Schloss Vaduz! Etwa hundert Meter über dem Dorfe erhebt es sich auf einem Vorsprung des schroff abfallenden Rätikongebirges. Von allen Landesfürsten liechtensteinischen Stammes hat sich erst der jetzige Johann II. des verwahrlosten Schlosses angenommen und es mit ganz bedeuten- den Mitteln restauriert und zwar durchaus stilge- recht. Mächtig wuchten der altersgraue Schloss- turm empor, der Söller und all die burgähnlichen Schlossgebäude in wundervoller architektonischer Geschlossenheit. Die Schlosstore sind schwer mit Eisen beschlagen. Nicht fehlt die Zugbrücke, die in 302
        

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