Zeugnisse der Geschichte bewahren und so kultu- relle Gedächtnisse unserer Gesellschaft sind. Wir brauchen sie, weil sie uns helfen, unsere Gegenwart besser einschätzen zu können und damit auch dazu beitragen können, unsere Zukunft vielleicht nicht unbedingt besser, aber zumindest informierter pla- nen zu können. Im Leitbild des Landesmuseums heisst es weiter: «Das Liechtensteinische Landesmuseum beteiligt sich aktiv am Diskurs übergreifender liechtensteini- scher Themen und Fragen und trägt so zur Konstitu- tion und Entwicklung liechtensteinischer Identität bei. Gleichzeitig repräsentiert es wichtige Aspekte der Landeskunde Liechtensteins nach aussen». Das neue Landesmuseum hat sich mit seinen Aktivitäten der letzten fünf Jahren aktiv an der Auseinanderset- zung mit liechtensteinischen Themen und mit ge- sellschaftlichen Themen insgesamt beteiligt. Die Reihe der Sonderausstellungen, die seit 2003 prä- sentiert wurden, zeigen das breite Themenspek- trum, das ein Landesmuseum anbieten kann und auch anbieten muss, um seine verschiedenen Ziel- gruppen zu erreichen. Es gab sowohl klassisch-mu- seale Themen wie den «Codex Liechtenstein», die «Meilensteine der Souveränität» oder die Geschich- te des Museums selbst am Beispiel der Sammellei- denschaft von Ferdinand Nigg. «Ötzi» war da und die Römer machten Kleider. Es wurden spezielle Ausstellungen für jüngere Zielgruppen angeboten wie die Mitmachausstellung «Immer und überall» zum Thema Kommunikation gleich zur Eröffnung oder auch die aktuelle Ausstellung «Bilder, die lü- gen», zu der Schulklassen selbst aus Zürich anrei- sen. Die Jahresberichte des Museums und die Homepage zeugen vom umfassenden Engagement des Museums und seiner Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter. Dazu einen herzlichen Glückwunsch! Fünf Jahre sind ein Anlass mit Freude und Stolz auf das Erreichte zurückzuschauen. Aber gleichzei- tig muss man fragen, wo die Reise für das Landes- museum in den nächsten fünf Jahren hingehen kann, hingehen soll. Beginnen wir die Frage nach dem Ziel der Reise mit einem kritischen Blick auf die Institution Muse- um. Man hat Museen, und ich zitiere Hans-Joachim 
Klein, nicht zu unrecht «Züge eines 
    

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