JOHANN NIKOLAUS VON BRANDIS, GENANNT HANS NICK, ZIRKA 1470 BIS 1517 / KARL HEINZ BURMEISTER Brandis Erzherzogs Sigmund Vogt zu Feldkirch ge- wesen. Erzherzog Sigmund war mit seinem Hofge- sinde 1465 Gast in Feldkirch, Neuburg (Gemeinde Koblach, Vorarlberg) und Vaduz gewesen.27 Am 19. September 148728 verpflichtete sich zu Innsbruck Hans Nikh lediger von Brandiss, dem Erzherzog Sigmund von Österreich für einen Sold von 60 Gulden mit zwei Pferden und einem Knecht gegen jedermann zu dienen, ausgenommen gegen die Herren von Brandis. Da Hans Nick noch über kein eigenes Siegel verfügte, wandte er sich mit ei- ner Siegelbitte an Ernst von Weiden, der an seiner Statt den Vertrag siegelte. Ernst von Weiden war kai- serlicher Rat und Pfleger von Seifriedsberg.29 Sei- friedsberg, heute ein Ortsteil von Blaichach im Landkreis Oberallgäu, gehörte zur Herrschaft Mont- fort-Rothenfels. Vermutlich hat Hans Nick später ein eigenes Siegel gehabt, ein solches ist jedoch bisher nicht bekannt geworden. Hans Nick hat Jahr für Jahr Sold und Dienstgeld von der Tiroler Kammer empfangen. Eine erste Zah- 4) Belege: 1493 Juni 27; 1498 Mai 11; 1499 Februar 11; 1499 Februar 17; 1499 März 25; 1499 April 20; 1499 Mai 21. 5) 1487 September 19; 1495 April 23, Bütler (wie Anm. 2). S. 121. Anm. 2; 1495 Juni 13, Bütler (wie Anm. 2), S. 121, Anm. 2; 1499 Februar 11. 6) Bütler (wie Anm. 2), S. 121. 7) Ebenda, nach S. 150. 8) Kaiser, Peter: Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Chur. 1847. Neu hrsg. von Arthur Brunhart. Vaduz, 1989. Zwei Bände, hier Band 1, S. 348; Band 2, Beilage. Hinweise bei Kaiser in Band 1, S. 309 (Flucht aus Maienfeld, Febr. 1499, Band 2, S. 353, Anm. 866), Band 1, S. 320 und Band 2, S. 360, Anm. 947, Band 1, S. 324, Band 2, S. 362, Anm. 970 (steht in der Schlacht von Frastanz an der Spitze der Reiterei), Band 1, S. 348 und Band 2, S. 382, Anm. 1126 (Land- ammann zu Vaduz 1494). 9) Grabherr, Josef: Die reichsunmittelbare Herrschaft Blumenegg (Veröffentlichungen des Vereines für christliche Kunst und Wissen- schaft in Vorarlberg, 3), Bregenz, 1907, S. 62. 10) Bütler (wie Anm. 2), S. 121; Grabherr (wie Anm. 9), S. 62; Stievermann, Dieter: Hans von Brandis. In: HLFL (in Vorbereitung): Burmeister, Karl Heinz: Johann Nikolaus Brandis(ser). In: HLFL (in Vorbereitung). 11) Über ihn vgl. Stievermann, Dieter, Ulrich von Brandis. In: HLFL (in Vorbereitung). 12) Gemeindearchiv Triesen U 22. 
13) Barack, Karl August (Hrsg.): Zimmerische Chronik, 2. Auflage, Band 1-4, hier Band 1, S. 318; Band 2, S. 325. 14) Bütler, Placid: Die Freien von Castelbarco (Kastelwart) als Herren der Grafschaft Werdenberg 1493-98. In: Anzeiger für schweizerische Geschichte NF 9 (1910/13). S. 236-243, hierS. 237. 15) Über ihn vgl. Stievermann, Dieter: Ludwig von Brandis, in: HLFL (in Vorbereitung). 16) Über ihn vgl. Stievermann. Dieter: Sigmund II. von Brandis. In: HLFL (in Vorbereitung). 17) Über ihn vgl. Brunold, Ursus: Johannes von Brandis. In: HLS, Band 2, S. 651; Stievermann, Dieter, Johannes von Brandis. In: HLFL (in Vorbereitung); Levresse, Rene Pierre: Prosopographie du chapitre de l'eglise cathedrale de Strasbourg de 1092 ä 1593. In: Archives de l'eglise d'Alsace 34 (1970), S. 1-39. hier S. 28 Nr. 9. 18) Über sie vgl. Stievermann. Dieter: Verena von Brandis. In: HLFL (in Vorbereitung). Das dort und bei Bütler (wie Anm. 2), Stammtafel nach S. 150 angegebene Todesjahr 1504 ist wohl zu berichtigen. Denn am 20. September 1522 wird von einem Gericht der Herr- schaft Blumenegg ein Dieb gegen Urfehde aus dem Gefängnis des Grafen Rudolf V. von Sulz entlassen, in das ihn der Landvogt zu Vaduz gebracht hatte. Zur Entlassung war es auf Bitten der «frowen von Brandiss» gekommen, vermutlich der Verena von Brandis und ihrer Tochter Praxedis von Brandis. Für eine über das Jahr 1504 hinausgehende Lebenszeit der Verena von Brandis spricht auch die nach 1510 erfolgte Änderung des Wappens der Grafen von Sulz, die das brandisische Symbol in ihr Wappen aufnahmen. 19) Bütler (wie Anm. 2), nach S. 150. 20) Kaiser (wie Anm. 8). Band 2. Beilage. 21) Bütler (wie Anm. 2), S. 121 f. 22) Ebenda, S. 143 f. 23) Ebenda, S. 131, S. 137, Anm. 2. sowie S. 143 f. 24) Hegi, Friedrich: Die geächteten Räte des Erzherzogs Sigmund von Österreich und ihre Beziehungen zur Schweiz 1487-1499. Innsbruck, 1910, S. 33. 25) Über ihn vgl. Surchat, Pierre: Ortlieb von Brandis. In: Histori- sches Lexikon der Schweiz, Band 2, S. 651; Stievermann, Dieter: Ortlieb von Brandis, in: HLFL (in Vorbereitung). 26) Tiroler Landesarchiv Innsbruck (im Folgenden: TLA), Raitbücher, Band 21, 1487, fol. 417 v (Hans Nick erhält am 1. Januar 1488 den Betrag von acht Gulden für eine Reise von Vaduz nach Innsbruck): Butler (wie Anm. 2), S. 121. 27) TLA. Raitbücher der o.ö. Kammer. Jüngere Reihe, 1460-1 751, Band 3, 1463/65, Bl. 625 (zit. nach LLA, Karin Auer, Regestensamm- luug TLA). 28) TLA I, Nr. 5069, zit. nach LUB II. Urkunde 1487 September 19; Urkunden zur Schweizer Geschichte aus österreichischen Archiven, Band 1-5. bearb. von Rudolf Thommen. Basel, 1899-1935, hier Band 5, S. 160, Nr. 161 (Auszug). 29) Vgl. Böhmer, J. F. Regesta Imperii Bd. XIV/2/1, bearb. von Hermann Wiesflecker. Wien/KölnAVeimar, 1993, S. 8, Nr. 58 und S. 346, Nr. 2759 (1493). 165
        

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