Gerard Batliner in der Ver- sammlung des Europarates 1978 in Strassburg; in die- sem Jahr wurde Liechten- stein als Vollmitglied in den Europarat aufgenommen. Gerard Batliner war Leiter der liechtensteinischen Parlamentsdelegation beim Europarat. 
und Berglandschafts-Planung und die nachhaltigen Diskussionen und Verhandlungen zum Schutz der Landschaft, die der geplante Bau eines Atomkraft- werkes und einer Öl-Destillerie-Anlage in der st. gal- lischen Nachbarschaft massiv bedrohte. PRIORITÄT DER AUSSENPOLITIK Der Zollvertrag mit Österreich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und in dessen Nachfolge jener mit der Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg engten die Aus- senpolitik Liechtensteins in einen reinen Bilateralis- mus ein. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts genügten die zwischenstaatlichen Beziehungen, wie sie die Zoll- verträge definierten, nicht mehr, um als souveräner Staat in einer globalisierten Welt akzeptiert zu wer- den. Erste Schritte in Richtung multilaterale Bezie- hungen zeichneten sich 1949 durch die Aufnahme Liechtensteins in den Internationalen Gerichtshof und im Verhältnis Liechtensteins zur EFTA nach 1960 ab. Mit der Gründung der privatrechtlichen Stiftung «Liechtensteinischer Entwicklungsdienst» (1965) sollte der heimatlichen Öffentlichkeit der Ho- rizont für weltweite soziale Verantwortung vorge- zeichnet werden. Im Bewusstsein der Bürger muss- te Aussenpolitik einen neuen Stellenwert bekom- men. Am 29. Oktober 1969 erfolgte der erste offizielle Besuch des Regierungschefs beim Europarat in Strassburg und die Hinterlegung der Ratifikations- urkunden zu fünf europäischen Abkommen. Von ei- nem Beitritt zum Europarat war man noch meilen- weit entfernt. Ebenfalls im Herbst 1969 führte der Regierungschef in Übereinkunft mit dem Landes- fürsten vertrauliche Gespräche zwecks Erlangung eines definierten Status bei der UNO in New York. Die Interessen Liechtensteins sollte in New York Gräfin Louisanne von Galen vorerst als Beobachte- rin wahrnehmen. Allein die verlorenen Wahlen zu Beginn des Jahres 1970 setzten der Regierungstä- tigkeit Gerard Batliners ein Ende. 6
        

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