DIE ANTIKENSAMMLUNG DES FÜRSTEN VON LIECHTENSTEIN / LUDOVIC MAROCK 15) Angaben über Herkunft, Erwerbungsdatum etc. werden darin kei- ne gemacht. Der Vollständigkeit halber muss an dieser Stelle angefügt werden, dass zwei anonyme Verzeichnisse («Verzeichnis vom etruski- schen Geschier und Verzeichnis derTanagra Figuren etc.»), welche bereits mehr als 334 Stücke rezensieren, schon 1902 verfasst worden waren. Diese ebenfalls unpublizierten Bestandesaufnahmen enthalten ausserdem Stücke aus anderen Kulturen, so zum Beispiel aus Ägypten und Horn. 16) Höss, S. IV. Dank den Ratschlägen des Kunsthistorikers Wilhelm von Bode, den Johann II. als Kunstagenten engagiert hatte, vergrös- serte der Fürst den Bestand der Familiensammlung beträchtlich; sie- he Wilhelm, S. 159 ff; Wanger, S. 146. Dazu auch Franz Smola, Die Fürstlich Liechtenstein'sehe Kunstsammlung. Rechtsfragen zur Ver- bringung der Sammlung von Wien nach Vaduz in den Jahren 1944/45 (1999), S. 37 ff. 17) Höss; Wanger; Smola, S. 40. 18) Anno 1862 gab Johann. II. dem Fürstentum Liechtenstein seine erste konstitutionelle Verfassung. 1921 wurde diese ergänzt, um die Schaffung einer konstitutionellen Monarchie auf demokratischer und parlamentarischer Basis zu ermöglichen. Im Frühling 2003 änderte der regierende Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein gemein- sam mit dem Erbprinzen Alois die Verfassung stellenweise. Der neue Verfassungsentwurf wurde schliesslich bei einer Volksabstimmung im März 2003 angenommen. 19) Karl Höss, Fürst Johann II. von Liechtenstein und die bildende Kunst (1908), S. IV f.; S. 35 f.; S. 318 ff.; Harald Wanger, Die regieren- den Fürsten von Liechtenstein (1995), S. 145-157. 20) ilber die Sammeltätigkeit des Fürsten Johann II. ist viel geschrie- ben worden; vgl. Wilhelm von Bode, Fürst Johannes II. von Liechten- stein als Kunstmäcen (Artikel in der Freien Presse vom 11. November 1908). Dazu auch Gustav Wilhelm, Die Fürsten von Liechtenstein und ihre Beziehungen zu Kunst und Wissenschaft (1976), S. 159-165; Höss; Wilhelm Lauche, Die Bedeutung des dahingeschiedenen regie- renden Fürsten Johann II. von und zu Liechtenstein für die Kunst, die Wissenschaften, die Landwirtschaft und den Gartenbau (1929); Ha- rald Wanger, Die regierenden Fürsten von Liechtenstein (1995). 21) Höss, S. 317-328. Höss hat auf diesen wenigen Seiten die anno da- zumal neuen archäologischen Erkenntnisse mit grosser Sorgfalt zu- sammengetragen. Dazu auch Wilhelm, S. 162 f.; Lauche, S. 9 f.; Wan- ger. S. 148. 22) Höss, S. 318 ff. Dazu auch Otto Benndorf, Archäologisch-epigra- phische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn, Band 6,1882, S. 151-252 und Emanuel Löwy, Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn, Band 7,1883, S. 140-144. 23) Höss, ebenda. 24) Ebenda, S. 320. 25) Ebenda, S. 326 f. Dieser Band ist dem Fürsten Johann II. gewid- met: «Iohanni Principe de Liechtenstein horvm stvdiorum in Austria favtori culturi patrono saervm». 26) Wilhelm, S. 162 f. Aus diesen Studienreisen stammen wohl auch einzelne kleinasiatische Terrakottastatuetten und -köpfe, welche sich heute noch in der Archäologischen Sammlung des Fürston befinden. 
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- Korinthische Fusspyxis, um 600 bis 575 vor Chris- tus. Inv. Nr. 760. Herkunft und Erwerbungsdatum unbe- kannt. Höhe 20,1 cm; Höhe Fuss 5,4 cm; max. Dm. 17,2 cm; Dm. Mündung 8,9 cm; Dm. Fuss 10,9 cm. 
Teile des Fusses fehlen, an- dere sind abgebrochen und wieder angesetzt. Der Deckel fehlt. Oberfläche des Gefässes sehr stark abge- rieben und versintert. Sonst intakt. Sehr schlecht erhalten: Panther links des Lotosblüton-Palmetten- Schlingcnornaments, Hin- terteil des Steinbocks und Sirene. Hartgebrannter heller beigegelber Ton. Braunschwarzer bis roter Glanztonüberzug. Unregel- mässiger Brand. Unsorgfäl- tige Ritzung. Aufgehöhtes Rot für die Fussoberseite, den Wulstring auf der Fuss- mitte und am Körperan- satz. 93
        

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