bartnutnjuCu* vnnoetn gtafFtfetoai von montfat Das Wappen von Hart- mann IV., Bischof von Chur und zugleich Graf von Wer- denberg-Sargans-Vaduz. 
DAS WAPPEN IN RICHENTALS KONZILS- CHRONIK In Verbindung mit dem Besuch Hartmanns IV. in Kon- stanz darf hier abschliessend noch eine weitere un- gelöste Frage angesprochen werden, nämlich das ihm von der Konzilschronik des Ulrich Richental zu- gelegte Wappen. In der 1414 bis 1418 aufgezeichne- ten Chronik, die nach 1420 ausgearbeitet wurde, er- scheint der Bischof mit der richtigen Bezeichnung als Bischof von Chur und als Graf von Werdenberg und Sargans, aber mit einem Wappen in den falschen Far- ben, nämlich einer roten Fahne in Silber. Dieses Wap- pen ist das der Grafen von Montfort-Tettnang. In der ersten gedruckten Ausgabe von Richentals Kon- zilchronik, die 1483 in Augsburg bei Anton Sorg er- schienen ist, wird in richtiger Interpretation dieses Wappens Bischof Hartmann denn auch als «ein graff geborn von montfort» bezeichnet. Alle übrigen Kon- zilsteilnehmer aus der Familie Werdenberg-Sargans, nämlich die Brüder Rudolf VII., Heinrich IX. und Jo- hann IL sind bei Richental mit ihrem richtigen Wap- pen dargestellt, der silbernen Fahne in Rot. Auch an- dere Werdenberger und Montforter erscheinen alle bei Richental stets mit dem richtigen Namen, nur Hartmann IV. bildet eine Ausnahme. Walther R Liesching und Paul Vogt, die 1984 die- sem Problem nachgegangen sind, haben dafür keine Erklärung gefunden als die, dass der sonst heraldisch versierte Richental «offenbar falsch unterrichtet» war.67 In einer späteren Arbeit hat Liesching diese Frage noch einmal aufgegriffen, wobei er daran dachte, dass Hartmann IV. sich gelegentlich auch Graf von Montfort genannt habe,68 Belege dafür ist Liesching aber schuldig geblieben. Hartmann IV. war ein Sohn der Gräfin Agnes von Montfort-Feldkirch. Allein diese Abstammung würde die falsche Tingierung des Wappens bei Richental kaum rechtfertigen, da er in diesem Falle eine rote Fahne in Gold wie im Wappen der Grafen von Mont- fort-Feldkirch hätte wählen müssen. Eine Erklärung wäre möglicherweise die Tatsa- che, dass die Burg und die Herrschaft Werdenberg seit 1404 an die Grafen von Montfort-Tettnang ver- pfändet war. Der Name Werdenberg, den Hart- S4
        

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