DER TOD GRAF HARTMANNS IV. KARL HEINZ BURMEISTER Graf Hartmann IV. (II.) von Werdenberg-Sargans-Va- duz, geboren um 1343, gestorben am 6. September 1416, war der älteste Sohn des Vaduzer Landesherrn Hartmann III. und der Agnes von Montfort-Feldkirch. 1360 trat er in den Johanniterorden ein; er war 1376 bis 1409 Komtur in Wädenswil, 1379 bis 1388 in Feldkirch, 1393 in Bubikon. 1388 wurde er zum Bi- schof von Chur gewählt. Nach dem Tod seines Bru- ders Heinrich V. 1397 folgte er diesem als Landesherr nach. Mit seinem Tod erlosch die Linie Werdenberg- Sargans-Vaduz, als Landesherr folgte ihm sein Stief- bruder Wolfhart IV. von Brandis. Hartmann IV. gehört zu den herausragenden Ge- stalten der liechtensteinischen Geschichte. Seine Per- sönlichkeit und insbesondere auch die Umstände sei- nes Todes sind immer wieder Gegenstand der Ge- schichtsschreibung gewesen. Hier ist, ohne in der Aufzählung Vollständigkeit erreichen zu wollen, hin- zuweisen auf Johann NepomukVanotti (1845),1 Peter Kaiser (1847),2 Wolfgang von Juvalt (1867),3 Emil Krüger (1887),4 Hermann Wartmann (1896),5 Otto Konrad Roller (1900/08),6 Johann Georg Mayer (19027 und 19078), Josef Grabherr (1907),9 Placidus Bütler (1911),10 Andreas Ulmer (1925),11 Paul Die- bolder (1937),12 Otto P. Clavadetscher (1972),13 Bene- dikt Bilgeri (1973)14 und Giuseppe Valenti (2006).15 Die Arbeiten am Historischen Lexikon für das Für- stentum Liechtenstein, die in den biographischen Ar- tikeln bemüht sind, die Eckdaten möglichst genau zu erfassen, haben gezeigt, dass in der Literatur Zweifel darüber bestehen, wann und wo Hartmann IV. ge- storben ist. 
5) Wartmann, Hermann: Wordenberg. Grafen von. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 41. Leipzig, 1896, S. 749-759. 6) Roller, Otto Konrad: [Grafen von] Werdenberg. In: Genealogisches Handbuch zur Schweizer Geschichte. Band 1. Zürich, 1900-1908, S. 187-234. 7J Mayer, Johann Georg: Hartmann IL, Bischof von Chur. In: Jahr- buch für Schweizerische Geschichte. Band 27 (1902), S. 1-28. 8) Mayer, Johann Georg: Geschichte des Bistums Chur. Band 1. Stans, 1907, S. 396-426. 9) Grabherr, Josef: Die reichsunmittolbare Herrschaft Blumcnogg. Bregenz, 1907, S. 31-39. 10) Bütler, Placid: Die Freiherren von Brandis. In: Jahrbuch für Schweizerische Geschichte. Band 36 (1911). S. 1-151. 11) Ulmer, Andreas: Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechten- steins, Dornbirn 1925 (Reprint: 1978), S. 198-205. 12) Diebolder, Paul: Graf Hartmann II. (IV.) von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, Bischof von Chur (1389-1416), in: Jahrbuch des Histori- schen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (JBL), Band 37 (1937), S. 101-131. 13) Clavadetscher. Otto P: In: Helvetia sacra. Abt. I, Band 1. Bern. 1972, S. 487. 14) Liechtensteinisches Urkundenbuch, 1. Teil, Band 3, bearbeitet von Benedikt Bilgeri, Vaduz. o.J. Reprint: Nendeln, 1973. S. 119-120. 1 5) Valenti, Giuseppe: Hartmann IV. von Werdenberg-Sargans, Bischof von Chur, Graf von Werdenberg-Sargans-Vaduz, Komtur der Johannitcrkommenden Bubikon, Wädenswil und Feldkirch. Eine Biografie. Lizentiatsarbeit. Zürich. 2006. 1) Vanotti, Johann Nepomuk: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg. Ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündens, der Schweiz und Vorarlbergs. Konstanz, 1845. Unveränderter Nachdruck, hrsg. mit Vorwort und Bibliographie von Karl Heinz Burmeister. Bregenz. 1988, S. 286-305. 2) Kaiser. Peter: Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Chur, 1847. Neu hrsg. von Brunhart, Arthur. Band 1-2. Vaduz, 1989, S. 193-198, in der Neuausgabe S. 215-221. 3) Juvalt. Wolfgang von: Necrologium Curiense. Chur, 1867, S. 89 f. 4) Krüger, Emil: Die Grafen von Werdenberg-LIeiligenberg und von Werdenberg-S. (Mitteilungen zur vaterländischen Geschichte. Hrsg. vom Historischen Verein St. Gallen, 22). St. Gallen. 1887. S. 109-398 sowie S. I-CLII1, hier besonders S. 315 f. 73
        

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