LIECHTENSTEIN IN ALTEN SCHILDERUNGEN NORBERT W. HASLER Dass es bei den zuständigen Fachstellen, Baukom- mission und den leitenden Ingenieuren auch zu un- terschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der zweck- dienlichsten Massnahmen gekommen ist und die Nerven ziemlich blank lagen, beweist ein Zeitungs- beitrag vom Dezember 1927 unter dem Titel: «ZUR LÜCKENSCHLIESSUNG IN SCHAAN» Wäre nicht Weihnachten die Zeit des Friedens, so müsste zur Angelegenheit betreffend Schliessung der Lücke in Schaan deutlicher und viel mehr ge- schrieben werden, als wir es nun tun. Wir stellen deshalb nur Nachstehendes fest: Es war in Aussicht, am Montag dieser Woche mit der definitiven Schliessung der Lücke zu beginnen und zwar mit einem Zopfwuhr, wie es bisher auch erstellt wurde und es wäre sicher gewesen, dass etwa am Mittwoch die ganze Arbeit gut und sicher fertiggestellt worden wäre. Leider konnte dann aber mit Rücksicht auf die grosse Kälte (18-20 Grad Cel- sius) das Zopfsystem anfangs dieser Woche noch nicht begonnen werden, und es fand deshalb am Dienstag, den 20. Dezember, eine Besichtigung der Arbeiten durch Regierung und Baukommission statt; mit Rücksicht auf die grosse Kälte wurde dann einstimmig in Aussicht genommen, die Schliessung mit grossen Steinen durchzuführen. Am Mittwoch den 21. ds. stieg dann das Thermometer um ca. 13 Grad, sodass nach Ansicht der Fachleute sofort mit dem Zopfsystem hätte weiter gearbeitet werden können. Es wurde deshalb auf Mittwoch Abend ein neuerlicher Augenschein durch die Regierung und Baukommission angeordnet und im Anschluss da- ran fand dann im Regierungsgebäude eine Sitzung statt. Herr Oberingenieur Böhi, sowie die Herren In- genieure Meier und Probst schlugen vor, mit dem System des Zopfwuhres, das sich nun doch als ge- eignet erwiesen hat, die Schliessung zu bewerkstel- ligen. Böhi stellte telephonisch in Aussicht, dass er am andern Tage (Donnerstag) mit 15 Arbeitern nach Schaan kommen würde, um die Schliessung selbst zu beaufsichtigen und es stehe fest, dass bei der ge- genwärtigen Witterung die vollständige und sichere Schliessung bis am Samstag erfolgen werde. Ein an-derer 
Antrag ging dahin, trotz der für das Zöpfen günstigen Witterung, die Lücke mit Steinen zu schliessen. Dieser Vorschlag wurde dann zum Be- schluss erhoben. Es wurde jedoch ausdrücklich be- tont, dass die Oberleitung für die restlichen Arbeiten durch die Firmen Locher und Rüegg zu erfolgen ha- ben und dass den Weisungen und Vorarbeitern un- bedingt Folge zu leisten sei. Leider soll es vorgekom- men sein, dass Vorarbeitern der genannten Firmen in Aussicht gestellt wurde, sie werden durchgeprü- gelt, wenn sie von der Baustelle in das Dorf Schaan kommen. Am Donnerstag ging dann der fürstlichen Sd>ut)bauten am iRbcinburcfcbrud) mit &tcin[ä'(fen oon je 7(HI Silo, eine neue "älrt propi|ori(d>er Tammbejeftiauna.. cjiiiot. 3. Sluiict, 
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