HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2007 und Vizepräsident Dr. Benno Schubiger. Die GSK hatte bereits 1950 in der Reihe «Kunstdenkmäler der Schweiz» die Sonderausgabe «Fürstentum Liechtenstein» von Erwin Poeschel ediert und veröf- fentlichte nun mit der Neubearbeitung 2007 den 112. Band dieser Reihe. Die Autorin Dr. Cornelia Herrmann führte in das komplexe, fakten- und detailreiche Sachbuch ein, das zwischen zwei schwarzen Buchdeckeln mit 504 Seiten samt 490 Abbildungen nach Gemeinden und Fachgebieten gegliedert einen Überblick über die Kunstschätze des Oberlandes bietet. Es beinhaltet neben kirchlichen Bauten und Burgen im Gegensatz zum Vorgängerband von 1950 auch öffentliche und private Profanbauten, ebenso wie Bildstöcke und Denkmäler. Mit Bahnhöfen und Brücken werden As- pekte der Verkehrsgeschichte vorgestellt. Die ehe- maligen Fabrikgebäude der Baumwollspinnerei und Baumwollweberei Jenny, Spoerry & Cie. geben Zeugnis von der industriellen Entwicklung des Lan- des seit dem 19. Jahrhundert. Bedingt durch die be- sondere geschichtliche und kulturelle Entwicklung des Fürstentums in den letzten 50 bis 60 Jahren war eine Überschreitung der für die Erfassung der Kunstdenkmälerbestände der Schweiz festgelegten Zeitgrenze um 1920/30 und zumindest in Ansätzen die Einbeziehung der aktuellen Kunst und der Ar- chitektur der Moderne notwendig. Hierbei handelt es sich um eine Setzung von neuen Massstäben, die für die Schweizer Bände zu Diskussionen führen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die «Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein» zu einem besseren Verständnis für das Kulturgut des Landes und zur Wertschätzung im Umgang mit dem kulturellen Erbe beitragen werden. Das Musikprogramm gestaltete die «Tresner Hus- mosig» unter Leitung von Fürstl. Musikdirektor Jo- sef Frommelt, dem Veranstaltungsort angemessen mit Stücken aus dem Tanzbüchlein des in Triesen geborenen und einige Jahre als Textilfacharbeiter in der Triesner Baumwollweberei tätigen Wilhelm Eberle. In den 1870er Jahren hatte der begabte Gei- ger und Kornettist Eberle in Triesen eine «Streich- musik» gegründet und diverse Tanzstücke für seine Kapelle komponiert. 
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG VON JANUAR BIS SEPTEMBER 2007 Diesem Ereignis ging eine arbeitsintensive, von en- ger Zusammenarbeit zwischen der Autorin Corne- lia Herrmann und der GSK-Redaktion in Bern ge- prägte Arbeitsphase voraus. Die Berner Redakti- onskommission hatte im November 2006 das von ihr verabschiedete Manuskript an Thomas Bolt, den wissenschaftlichen Lektor der GSK, zur Pro- duktion weitergeleitet und an die Autorin mit ei- nem Produktionsplan zur inhaltlichen und forma- len Schlussbereinigung zurückgegeben. Zur Arbeit der Autorin gehörten neben der Schlussbereini- gung (Kürzung um 15 Prozent, Erweiterung des Kapitels Schloss Vaduz, fachliche Begutachtung sa- kraler Textilien u. a.) das Lesen der Korrekturspal- ten, die Umbruchkontrolle, die Auflösung von Text- blockaden, die Beschaffung von letzten Abbil- dungsoriginalen und Plänen sowie die Abfassung von Abbildungslegenden. Es folgten die Erstellung von Register, Abbil- dungsnachweisen und Vorwort bzw. Einleitung so- wie die Unterbreitung von Vorschlägen für die Ge- staltung des Buchumschlages. Die definitive Aus- wahl lag in der Verantwortung der Redaktion. Die am Grundschema der bisherigen Kunstdenkmäler- bände orientierte Gestaltung des Bandes wurde zwischen Redaktion und Autorin besprochen, der Buchumbruch der Layout-Vorschläge durch die Grafikerin Esther Bruni, Thun, unter der Leitung der Redaktion ausgeführt. Ein externes Korrektorat übernahm Brigitte Frey, Kaiseraugst. Auf ein für Kunstdenkmälerbände unübliches Glossar wurde auf Wunsch der Redaktion verzichtet. Die Autorin war ausserdem an der Ankündigung des Kunstdenkmälerbandes beteiligt. Sie erstellte Texte für den Buchprospekt, unterstützte die Vorbe- reitungen zur Buchvernissage in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer des Historischen Vereins Klaus Biedermann und Petra Büchel vom Kultur- zentrum Gasometer in Triesen. 145
        

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