HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2007 Ergebnisse publizieren: Zwischen 1986 und 1991 erschienen Flurnamenkarten mit erklärenden Bei- heften zu allen elf liechtensteinischen Gemeinden. 1988 initiierte der Historische Verein die Schaffung eines Historischen Lexikons für das Fürstentum Liechtenstein; bis ins Jahr 2000 stand das Lexikon- projekt unter der Trägerschaft des Historischen Ver- eins. Mit dem Erscheinen von Band 88 im Jahr 1990 zeigte sich das Jahrbuch in einem neuen, gediege- nen Layout. 1991 wurde in der Person von Marie- Theres Frick erstmals eine Frau in den Vereinsvor- stand gewählt. Ebenfalls 1991 konnte dank der Ein- richtung einer Geschäftsstelle der Vereinsvorstand wesentlich entlastet werden. - Vorstandsmitglied Rupert Tiefenthaler würdigte die Tätigkeit von Alois Ospelt als Vorsitzender des Historischen Vereins in einer kurzen Laudatio. Vorstandsmitglied Veronika Marxer hob anschlies- send die Verdienste von Rupert Quaderer hervor, der als Nachfolger von Alois Ospelt dem Verein in den Jahren von 1996 bis 2005 vorstand. Rupert Quaderer übernahm den Vereinsvorsitz in einer Zeit des Umbruchs. Diskutiert wurden im Vorstand die Identität, die gesellschaftliche Funktion und der Stellenwert des Historischen Vereins. Wissenschaft- liche Projekte mussten neu begründet und auch fi- nanziell auf eine neue Basis gestellt werden. Die Konsolidierung der Finanzen ermöglichte es dem Historischen Verein aber auch, kleinere For- schungsarbeiten in Auftrag zu geben. Eine solche Auftragsarbeit war zum Beispiel der im Jahrbuch Band 103 veröffentlichte Artikel über den Einfluss des Fürstenbildes auf die liechtensteinische Identi- tätsbildung. Damit leistete der Verein einen sachli- chen Beitrag zur Verfassungsdiskussion in einer Zeit, in der die Emotionen hoch gingen. Forschung, von aktuellen Bezügen ausgehend und im Dienst der Versachlichung gesellschaftspolitisch umstrittener Themen, gehört seither zum Profil des Historischen Vereins. Entscheidende Anstösse dazu gab Rupert Quaderer, der dem Verein dazu riet, «anstössig» zu sein, eine eigene Meinung zu vertreten und nicht als quasi staatliches Vollzugsorgan zu fungieren. Unter grossem Applaus der anwesenden Vereins- mitglieder wurden Alois Ospelt und Rupert Quade-rer 
zu Ehrenmitgliedern des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein ernannt. Anstelle eines Geschenks wurden in Absprache mit dem Ge- ehrten soziale Organisationen mit einer Spende be- dacht. AUSBLICK Die Vereinsvorsitzende Eva Pepic wies auf verschie- dene, für das erste Halbjahr 2007 geplante Anlässe und Aktivitäten hin, so auf die bevorstehende Ex- kursion nach Bludenz und in den Walgau, auf den Tag der Offenen Tür im Gamanderhof sowie auf die Präsentation des Jahrbuches Band 106. Eva Pepic erwähnte zudem, dass das Programm für die zweite Jahreshälfte 2007 ebenfalls in Vorbereitung sei. ÖFFENTLICHER VORTRAG Nach einem von der Gemeinde Schellenberg offe- rierten Aperitif wurde die Versammlung mit einem öffentlichen Vortrag von Rudolf Goop fortgesetzt. Rudolf Goop, der soeben das Studium der Volkskun- de an der Universität Innsbruck abgeschlossen hat- te, präsentierte Aspekte seiner Forschungstätigkeit unter dem Titel «Vom Leben unserer Vorfahren. Ein Volkskunde-Projekt in der Gemeinde Schellenberg - Methoden und Ergebnisse». Mit dem Abschluss die- ses sehr lebendigen Vortrags wurde der offizielle Teil der Versammlung beendet. Die Möglichkeit, nachher bei einem gemütlichen Hock im Restaurant «Krone» mit dem Referenten Rudolf Goop ins Ge- spräch zu kommen, wurde rege benutzt. 121
        

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