«Wo dein Himmel, ist dein Vadutz» GRAHAM MARTINS BUCH ÜBER LIECHTENSTEIN IN DER SCHÖNEN LITERATUR KLAUS BIEDERMANN Graham Martin: «Wo dein Himmel, ist dein Vadutz» - Liechtenstein in der schö- nen Literatur. Coleba Verlag, Triesen, 2007.299 Seiten. CHF48.-. ISBN 978-3-905324-11-2 
Graham Martin »Wo dein Himmel, ist dein Vadutz« Liechtenstein in der schonen Literatur 
Der in Crosby bei Liverpool geborene Autor des vor- liegenden Buches, Dr. Graham Martin, hielt sich 1964 erstmals in Liechtenstein auf. Von 1967 bis 1999 wirkte Graham Martin als Germanistik-Dozent an der Universität von Strathclyde in Glasgow. Nebenbei arbeitete er an seiner Dissertation über das liechten- steinische Bildungswesen, welche er 1974abschloss. Seine Kontakte zu Liechtenstein blieben in dieser Zeit konstant, Graham Martin besuchte Liechtenstein re- gelmässig. Für das Jahrbuch des Historischen Ver- eins verfasste Graham Martin einen Aufsatz über liechtensteinische Lehrmittel sowie mehrere Beiträ- ge zur Schul- und Literaturgeschichte. Graham Mar- tin beschäftigte sich seit einiger Zeit auch mit dem Thema «Liechtenstein in der deutschen Literatur». Nun liegt das Ergebnis seiner Forschungen in Buch- form vor. Entstanden ist ein gefälliger, schön illu- strierter Band. Der Buchumschlag zeigt eine roman- tische Südansicht von Schloss Vaduz. Das Schloss war ein zentrales Element vieler literarischer Be- richte zu Liechtenstein. Doch nicht nur das Land selbst, sondern auch das Fürstliche Haus Liechten- stein ist Gegenstand dieses Buches. Im Folgenden werden die einzelnen Teile des Buches kurz vorge- stellt. Es ist dabei eine grobe Chronologie erkennbar, die vom Hochmittelalter bis ins späte 20. Jahrhun- dert reicht. Im Laufe der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt von der Fürstlichen Familie weg, hin auf das kleine Land am Alpenrhein. Aus Österreich kommen zwei, miteinander nicht verwandte Familienstämme mit dem Namen Liech- tenstein, und zwar derjenige, mit der heutigen Für- stenfamilie verwandte Stamm aus Nikolsburg (Nie- derösterreich) und derjenige aus Murau (Steier- mark). Der steirische Ulrich von Liechtenstein (ca. 1200-1275) erwähnte in seinem, auf historischen Tatsachen basierenden 
Werk Vrouwen dienest (1255) einen Heinrich von Liechtenstein, der als tap- fer, aber auch als geizig beschrieben wird. Dieser Heinrich von Liechtenstein entstammte der Nikols- burger Linie und nahm auf österreichischer Seite 1246 an der Schlacht an der Leitha teil. Bereits im zweiten Kapitel gelangen wir erstmals ins Gebiet am Alpenrhein. Der angeblich aus Rank- weil stammende «Thomas Lirer» - dessen Identität 106
        

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